Erlebnis auf dem Bahnhof: Die Gefangene des Örtchens

Bahnhof Saalfeld: Hier hat sich das Drama ereignet.
Saalfeld/Saale: Bahnhof | Die Gefangene des Örtchens

Was Frau so alles passieren kann /
Hilferufe werden nicht beachtet /
Bahn gibt tollen Tipp

Es gibt Dinge aus dem realen Leben, die kann man fast nicht glauben. Doch die nachfolgende Geschichte hat sich wirklich in der hiesigen Kreisstadt zugetragen.

In meiner Redaktion stehen Renate B* und ihr Mann. Sie waren in Saalfeld unterwegs, wollten mit der Deutschen Bundesbahn fahren. Und wo muss man sich da hinbegeben, natürlich zum Bahnhof.
Doch Frau B drückt es auf die Blase. Zum Glück befindet sich ja im Bahnhofsgebäude eine Toilettenanlage. Und zum Glück hat man auch ein 50-Cent-Stück, dessen Einwurf die Tür öffnet.

„Erleichtert nutzt ich das Örtchen. Doch es sollte noch schlimmer kommen. Die Toilettenanlage gab mich nicht mehr frei“, berichtet Frau B.
„Die innere Tür öffnete sich einfach nicht mehr. Ich war quasi eine Gefangene der modernen Schließtechnik“, wird angefügt.

Frau B rief laut um Hilfe. Doch keiner der sich im Bahnhofsgebäude befindenden Anwesenden hörte den Hilferuf, wollte ihn nicht hören. Keiner reagierte.

„Irgendwann dachte ich, Frauen brauchen ja immer etwas mehr Zeit, aber so lange hat meine Frau noch nie auf einer Toilette zugebracht, da muss wohl etwas passiert sein“, erinnert sich Herr B. Er schlenderte in die entsprechende Richtung, vernahm die Hilferufe seiner Gattin.
Was machen?
„Ich ging in die Bahnhofsgaststätte. Die dortige Bedienung betonte, dass es nicht ihre Angelegenheit sei. Die Toilette gehört nicht zum Gastrobereich. Doch sie wechselte mir eine Zwei-Euro-Münze“.
Mittels eines zweiten 50-Cent-Stückes, bekam Herr B Zutritt zum Damenbereich.
„Aus einer zweiten Kabine verschaffte ich mir einen Überblick, warum meine Frau in völliger Aufregung um Hilfe rief“, wird berichtet.

Die Tür ließ sich nicht mehr öffnen. Das Schloss hatte sich verklemmt. Da keine Hilfe in Sicht war, musste man zur Selbsthilfe greifen. Ein Mann ist eben ein Mann. Die Tür wurde gerüttelt, am Schloss von außen und innen gedrückt und geschoben. Irgendwann gab der Mechanismus nach, sprang in die richtige Position. Die Befreiungsaktion nahm ein positives Ende.
Doch damit ist die Geschichte noch nicht beendet.

„Wir wollten den Defekt und die ungewollte Gefangennahme in der Toilettenanlage der Bahn mitteilen. Doch die Frau im „Info-Centrum der Bahn“ sah uns nur erstaunt an. Dann riet sie uns noch, doch in solchen Fällen die SOS-Notrufsäule zu nutzen.“
Doch diese befindet sich ja in der Bahnhofshalle und nicht in der Kabine der Toilettenanlage.
Fazit: Die Bahn ist eben immer für ein überraschendes Abenteuer gut…

*Der richtige Name ist der Redaktion bekannt.


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1 Kommentar
Andreas Abendroth aus Saalfeld | 24.06.2011 | 11:45  
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