Helfende hilflos - Tierschutz, wie er nicht sein sollte

SCHORSCH IST WEGEN DER UNTERLASSENEN HILFELEISTUNG FÜR EINE ARTGENOSSING MÄCHTIG SAUER
Es ist schon etwas abstrus, um nicht das Wort ungeheuerlich zu verwenden.

Zwei junge Frauen gehen Samstagabend, den 17. August, gegen 21 Uhr von Rudolstadt Nord 1 in Richtung Rudolstadt Schwarza zur Sparkasse.
Unterwegs begegnen sie einer jämmerlich klagenden ca. ein Jahr alten Katze, die auf die jungen Frauen zuläuft, hilflos maunzt und jämmerlich ausschaut.
Große weite Pupillen, sehr blasses Gesicht, heraushängende hechelnde Zunge und auch ziemlich stark abgemagert.
Beide jungen Frauen, selbst schon mehrere Jahre Katzenhalterinnen, erkennen, dass das Jungtier ziemlich schwer erkrankt ist, aber kein Streuner zu sein scheint, sondern sicherlich ein Ausreißer ist, da das Fell sehr gepflegt aussieht.
Eine der beiden Frauen erinnert sich, dass sie in einem anderen Stadtteil ein Flugblatt gesehen hat, wo ein ca. einjährige getigerte Katze Namens Schnurrbert vermisst wird.
Sie rufen das Tier, aber es kommt nicht näher.

Da sie selber aus Vorsicht wegen ihren eigenen Katzen das Tier nicht anfassen wollen, rufen sie in ihrer Not ein Tierheim in Rudolstadt an.
Klar Samstagabend, keiner da.
Sie versuchen mehrer Rudolstädter Tierärzte zu erreichen, ohne Glück.
Beim Tierschutzverein in Saalfeld ist auch niemand zu Hause.
In Bad Blankenburg haben sie dann Glück.
Die freundliche Dame sagt den jungen Frauen, sie sollen die 110 anrufen, die würden dann schon weiterhelfen.
Nach längeren Zögern, ist die 110 die richtige Nummer für Tiernothilfe, rufen sie doch dort an.
Der Diensthabende vermittelt sie an die Rettungsleitstelle in Saalfeld und diese wiederum an die diensthabende Tierärztin weiter

Diese lässt dann die Hilfskette für die kleine Katze abbrechen, indem sie die jungen Frauen, nach dem sie ihr das Problem geschildert haben fragt, was sie da jetzt in diesem Fall machen solle.

Nachdem der Tierärztin noch mal alles bis ins kleinste erklärt wurde und man auch der tierärztlichen Vermutung entgegen spricht, dass es sich höchstwahrscheinlich nicht um eine streunende Katze handelt, sagt diese lapidar, dass sie wegen dieser Katze jetzt nichts unternehmen würde, das wäre nicht ihre Aufgabe, sondern die des Tierschutzes oder des Ordnungsamtes.
Nach dem Hinweis, das sie schon die gesamte Handlungskette abgearbeitet hätten und das sie nach der Vermittlung der Rettungsleitstelle bei ihr anrufen würden, ging das Telefonat dann sehr schnell zu Ende.

Frau Dr. sagte kurz, aber bestimmt;
sie käme keinesfalls, da sie gerade eine behandlung hätte und wenn sie wollten, könnten sie ja das Tier versuchen einzufangen und bei ihr in Saalfeld vorbeibringen, müssten dann aber auch alle eventuellen Kosten für das Tier extra noch übernehmen.
Da die beiden jungen Frauen zur Schicht mussten, sowie auch kein Auto haben und sie aus oben genannten Gründen die kleine Katze mit bloßen Händen nicht einfangen wollten, war somit das Urteil gefällt.
Sie mussten die kleine kranke Katze ihrem Schicksal überlassen.

Wenn das Tierschutz bzw. Tiernotrettung in unseren Landkreis ist, dann hat er sich ein tolles Armutszeugnis ausgestellt.

Gunter Linke, Bürgerreporter des AA und Rundfunkmoderator beim Bürgersender Radio SRB
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6 Kommentare
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Renate Jung aus Erfurt | 19.08.2013 | 22:21  
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Gunter Linke aus Saalfeld | 19.08.2013 | 23:53  
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Antje Hellmann aus Jena | 21.08.2013 | 08:21  
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Jürgen Wesiger aus Nordhausen | 21.08.2013 | 10:16  
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Gunter Linke aus Saalfeld | 22.08.2013 | 13:50  
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Jürgen Wesiger aus Nordhausen | 23.08.2013 | 00:00  
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