Jobprofil: Wie ist das Leben als Fachkraft für Wasserversorgungstechnik, Frau Ehrhardt?

"Ich trage eine große Verantwortung für die Qualität von unserem wichtigsten Lebensmittel, dem Trinkwasser", erklärt Sarah Ehrhardt.
Luisenthal: Trinkwasseraufbereitungsanlage | "Vor großen Rohren fürchte ich mich nicht. Die gehören zu meinem Arbeitsalltag. Bei Bedarf lege ich auch selbst den Schraubenschlüssel mit an", erzählt Sarah Ehrhard, die handwerkliche Tätigkeiten über alles liebt. Die junge Frau ist in der Trinkwasseraufbereitungsanlage Luisenthal für die Wasseraufbereitung und richtige Verteilung zuständig. Der "Blaumann" gehört dabei so selbstverständlich wie die schwarzen Arbeitsschuhe dazu.

"Der größte Teil meiner Arbeit läuft allerdings sehr sauber ab. Schließlich geht es um den Umgang mit einem Lebensmittel. Ich überwache, steuere und regle die Prozesse - fast alle sind automatisiert." Von der Leitzentrale aus hat Sarah Ehrhardt die gesamte Trinkwasseraufbereitungsanlage und das daran angeschlossene Netz im Blick. Per Mausklick kann sie Regler öffnen und schließen und die Wassermengen je nach Bedarf steuern. Ebenso die Aufbereitung des Wassers mit geeigneten Chemikalien. "Die Qualität des Talsperrenwassers ändert sich täglich, aber die Qualität des Trinkwassers muss immer gleich bleiben. Ich muss stets wachsam sein."

Alle Parameter, wie ph-Wert, Leitfähigkeit, Trübung, Temperatur oder die Wasserhärte müssen stimmen. Dabei müssen die vorgegebenen Zielwerte immer erreicht werden. Um Schwachstellen schnell zu erkennen, führt Sarah Ehrhardt regelmäßige Rundgänge in der Anlage durch. Manuell entnimmt sie zusätzlich Proben für das Labor oder bestimmt und bewertet einige Parameter selbst.

"Der Beruf ist sehr abwechslungsreich. Es ist eine gute Mischung aus handwerklichen Tätigkeiten, Messtechnik und der Arbeit am Computer in der Leitzentrale." Richtig anpacken muss die junge Frau nur, wenn es darum geht, Filter zu reinigen, Container auszuwechseln oder bei Wartungsarbeiten dem Monteur zur Seite zu stehen.

"Wer sich für diesen Beruf interessiert, sollte ein großes Interesse an Naturwissenschaften, wie Physik, Biologie und Chemie mitbringen. Ebenso in Mathematik gut sein. Ich lerne während meiner Arbeit immer noch dazu, profitiere von dem Wissen meiner Kollegen. Die Aufgaben sind sehr anspruchsvoll und erfordern einen hohen Grad an Erfahrung."

Vita Sarah Ehrhardt

• Realschulabschluss
• 201o bis 2013 Ausbildung als Fachkraft für Wasserversogungstechnik in Zeigerheim und Luisenthal
• Übernahme von Thüringer Fernwasserversorgung – Arbeitsort Trinkwasseraufbereitungsanlage Luisenthal

Hintergrund

Wo?
Die Berufsschule befindet sich in Weimar. Die praktische Ausbildung erfolgt in Wasseraufbereitungsanlagen, Wasserwerken oder speziellen Laboren.

Voraussetzungen?

Guter Realschulabschluss in naturwissenschaftlichen Fächern.

Was?
Steuerung und Kontrolle technischer Abläufe, Probennahme, Untersuchung verschiedener Parameter des Wassers

Wie lange?
Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre.
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