Jugend forscht: Sitzen wir auf einem Pulverfass?

Charlott Dießel (li) und Vanessa Willing haben sich in ihrem Projekt ausführlich mit Vulkanen beschäftigt. Die angefertigten Modelle finden auch im Unterrichtsalltag Anwendung. Fotos: Andreas Abendroth
Saalfeld/Saale: Meininger Hof | Sitzen wir auf einem Pulverfass?

Kreativität und Erfindergeist sind bei Jugend forscht gefragt

Von Andreas Abendroth

SAALFELD. „Wir haben uns die Frage gestellt, ob es bei uns in Thüringen auch Vulkane gibt“, berichtet Charlott Dießel. Gemeinsam mit ihrer Klassenkameradin Vanessa Willing habt sie sich für „Jugend forscht“ ein Themengebiet zu Geo- und Raumwissenschaft ausgewählt. „Eigentlich hatten wir eine Idee zu einem anderen Thema, doch die Vulkane sind auch sehr interessant“, so die beiden Gymnasiastinnen. Im Oktober vergangenen Jahres haben sie mit ihren Forschungen begonnen. Im Februar war die Ausarbeitung fertig, wurde abgegeben. Nun präsentieren sie ihre Arbeit beim Regionalwettbewerb Südthüringen.
Die Juroren erfahren, dass es auch in Thüringen Vulkane gab. Zeugen sind der Beerberg, der Inselsberg oder der Dolmar. Nur, die letzte Aktivität liegt knapp 20 Millionen Jahre zurück.

„Über Vulkane halten wir dann auch Vorträge im Unterricht“, Vanessa Willing, Schülerin des Erasmus-Reinhold-Gymnasium Saalfeld

Ein ganz anderes Thema haben sich die Grundschüler Hanna, Paul und Michelle vorgenommen. „Bei uns geht es um Papierflieger. Wie weit sie fliegen und welche Formen sie haben können“, betont Paul Rehn. Ich erfahre, dass es auf die Qualität des Papiers ankommt, dass man sehr exakt Falten muss und dass man die Oberfläche durch das Aufkleben von andren Materialien verändern kann.
Dann werden die verschieden Papierflieger praktisch vorgeführt. Zum Schluss gibt mir Paul noch einen Tipp mit auf den Weg: „Zum Basteln nehmen Sie am besten schaumbeflocktes Geschenkpapier oder Injekt-Kopierpapier!“

„Die Arbeiten der Kinder und Jugendlichen sind sehr unterschiedlich. Sie reichen von bunten Ostereiern, Basteleien, bis hin zu wissenschaftlichen Abhandlungen und hochkarätigen Experimenten. Und, es gibt auch „Wiederholungstäter“. Sie haben ihre Arbeiten aus den vergangenen Jahren weiter entwickelt“, betont Wettbewerbsleiter Hans-Dietrich Kirmse.
Letztendlich ist es wichtig, dass die „Generation Zukunft“ aktiv ist, sich mit wissenschaftlichen, naturwissenschaftlichen und technischen Themen auseinandersetzt. „Jugend forscht“ ist ein Wettbewerb mit Weitblick.

INFORMATIONEN:

Der Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ ist der Höhepunkt der Wettbewerbsrunde 2013. An der Veranstaltung nehmen alle Jungforscherinnen und Jungforscher teil, die bei einem der Jugend forscht Landeswettbewerbe den ersten Preis gewonnen haben.
Er findet vom 30. Mai bis 2. Juni 2013 in Leverkusen statt.
"Jugend forscht" wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Fotrschung.
Der Regionalwettbewerb Südthüringen 2013 wurde durch die Stahlwerk Thüringen GmbH Unterwellenborn ausgerichtet.
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