Natur macht Schule - Die Umfrage

Eichhörnchen: Ich lebe in der Natur. Sie ist mein Zuhause. Wohnen tun wir in hohlkugelförmige Bauten, welche Nestern ähneln. Die Menschen bezeichnen sie als Kobel. Wir sind flinke Kletterer und können mittels gekonnter Sprungtechnik Distanzen bis zu fünf Metern überwinden. Von den Menschen würden wir uns wünschen, dass sie die Natur mit Respekt behandeln und dass sie nicht immer so lautstark in ihr unterwegs sind. Fotos: Andreas Abendroth
 
Ahed (Schüler): Mit Natur verbinde ich auch meinen Sport. Dann bin ich alleine oder mit Freunden an der frischen Luft aktiv. Das ist viel schöner als in einem geschlossenen Raum. Die Natur ist für mich auch ein Trainingsraum, wo ich mit dem Bike unterwegs zu sein kann.
Natur macht Schule

Ein Wissensprojekt für Kinder, Jugendliche und Interessierte

GORNDORF. Was ist eigentlich Natur? Eine einfache Frage und doch stutzt man erst einmal, wenn man eine Beschreibung geben soll.

Natur ist unsere Umwelt. Ein Lebensraum und eine Lebensader zugleich. Doch immer mehr muss man feststellen, dass das Wissen um die Natur und deren Gaben im Zeitalter der Technologie untergeht. Besonders junge Menschen weisen hier Defizite auf. Diesem Trend wirken verschiedenste Projekte, Vereine aber auch Einzelpersonen entgegen. Sie geben das Wissen um Fauna und Flora an die jüngeren Generationen weiter. Anlässlich des Projektes „Natur macht Schule” auf dem Gelände des Jugend und Stadtteilzentrums in Gorndorf, habe ich die Frage um die Bedeutung des Begriffs Natur verschiedenen Menschen gestellt.

Ahed (Schüler): Mit Natur verbinde ich auch meinen Sport. Dann bin ich alleine oder mit Freunden an der frischen Luft aktiv. Das ist viel schöner als in einem geschlossenen Raum. Die Natur ist für mich auch ein Trainingsraum, wo ich mit dem Bike unterwegs zu sein kann.

Max (Schüler): Natur ist für mich alles, was außerhalb der Wohnung ist. Hier kann man ganz andere Geräusche, wie beispielsweise das Vogelgezwitscher wahrnehmen. Gerne bin ich in der Natur auch mit Freunden unterwegs.

Patrick (Schüler): Die Natur ist wie ein bester Freund. Hier kann man Sport treiben, mit Freunden abhängen oder an besonderen tageb auch einmal auf Wanderschaft gehen.

Fabian (Schüler): Natur, das sind für mich frische Luft, Wald, Pflanzen, wilde Tiere und Blumen. Den Fußballsport betreibe ich doch auch in der Natur. Auch der Besuch eines Freibades ist viel schöner, als das Schwimmen in einer Halle. In der Natur kann man noch Richtig ein Gefühl von Freiheit genießen.

Peter Möller von der Naturparkverwaltung Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale: Zur Natur muss man in jungen Jahren eine Beziehung herstellen. Es gibt da so ein Sprichwort: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr”. Dieser Sachverhalt trifft heute bei der jungen Generation manchmal zu. Immer wieder merkt man, dass besonders bei Kindern und Jugendlichen aus dem städtischen Raum Defizite auftreten. Beispielsweise bei der Vogelbestimmung. Auch im Umgang mit bestimmten Pflanzengruppen, so bei Giftpflanzen wie Roter Fingerhut oder Eisenhut, fehlt einfach das Wissen. Um mehr Verständnis zum richtigen Umgang mit der natur zu erringen, sind die Erwachsenen gefordert. Ein sehr positives Beispiel zur Förderung von Kindern in Sachen Natur, sind Projekte wie der Waldkindergarten.

André Kaul, Revierleiter von Buchbach im Thüringer Forstamt Leutenberg: Natur ist eine Lebensgrundlage, die es zu schützen gilt, erhaltenswert ist. Als „Förster” kann man sich nicht im Büro verstecken. Man muss sich jeden Tag mit der Natur auseinandersetzen, sich auf deren Gewalten einlassen. Man wird zu einem Bestandteil der Natur.

Auch ein Baum ist ein lebendiger Teil der Natur, welcher sich im Jahreslauf stetig verändert. Einflüsse wie Bodenbeschaffenheit, Temperaturen und das Wetter wirken auch hier. Das muss man wissen, wenn es um die Holzernte, die nachhaltige wirtschaftliche Nutzung des Waldes geht.

Ein besonderes Thema ist die Waldpädagogik. Hier erfolgt Wissensvermittlung für Kinder auf spielerische Art und Weise. Und wer kann das Thema Wald und Natur nicht besser weitergeben, als wir vom Forst.

Antonia Seyer, Forstanwärterin aus Potsdam: Natur sind Wald, Wiesen, Fels, der große Fluss und der kleine Bach aber auch die landwirtschaftlich genutzten Flächen. Nicht vergessen darf man die Wesen, welche darin leben. Natur ist ein unvergleichlicher und zugleich einmaliger Prozess. Es ist werden und vergehen zugleich. Alles läuft wie im Rhythmus eine Uhr ab. Im Jahreslauf gibt es zu jeder Zeit etwas zu sehen, zu erleben.

Eichhörnchen: Ich lebe in der Natur. Sie ist mein Zuhause. Wohnen tun wir in hohlkugelförmige Bauten, welche Nestern ähneln. Die Menschen bezeichnen sie als Kobel. Wir sind flinke Kletterer und können mittels gekonnter Sprungtechnik Distanzen bis zu fünf Metern überwinden. Von den Menschen würden wir uns wünschen, dass sie die Natur mit Respekt behandeln und dass sie nicht immer so lautstark in ihr unterwegs sind.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
1 Kommentar
145
D D aus Jena | 08.07.2012 | 04:05  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige