Norwegische Erfahrungen

Voller Konzentration schneidet Tischlereilehrling Ilona Gerlach an der Kreissäge das Material auf Maß.
Norwegische Erfahrungen

In der Ausbildung fuhr Ilona Gerlach zum Auslandspraktikum

Von Andreas Abendroth

SAALFELD. Es wird immer nur vom Tischler gesprochen. Doch es gibt sie auch, die Tischlerin. Eine von ihnen, momentan im 3. Lehrjahr, ist Ilona Gerlach. Im August wird sie ihre Gesellenprüfung ablegen. Seit 2009 lernt die junge Frau im Betrieb von Familie Hantschel in Saalfeld.

Eine Ausbildung, die ihr Spaß macht, sie fordert. Jetzt konnte die Auszubildende an einem dreiwöchigen Auslandpraktikum in Norwegen teilnehmen.
„Eine schöne und sehr interessante Erfahrung”, die ich im dortigen Handwerksbetrieb erfahren durfte betont die Saalfelderin. „In meinem Ausbildungsbetrieb sind die Arbeiten sehr vielseitig. Die Palette, was wir hier herstellen ist sehr breit gefächert. Der norwegische Betrieb ist spezialisiert. Der Schwerpunkt liegt in der Möbeltischlerei”, berichtet sie.

Doch, warum fährt man zu einem Praktikum, was bringt es für den weiteren Berufsweg?
„Es war eine Bereicherung. Gewisse Arbeitsschritte und -vorgänge stimmen mit den unseren überein. Andere wiederum sind ganz anders. Dazu kommen dort sehr spezielle Maschinen zum Einsatz”, erläutert Ilona Gerlach.

War während des Praktikums mehr das zusehen angesagt?
„Nein. Ich wurde in den Arbeitsalltag integriert. Die Verständigung erfolgt in englischer Sprache.”
Die norwegischen „Kollegen auf Zeit” waren vom Ausbildungsstand und den Fertigkeiten voller Lobes. Nach der Rückkehr in die Heimat geht der Ausbildungsalltag weiter. Was bleibt ist ein Zertifikat in der Form eines Europasses, welcher die Teilnahme am Auslandspraktikum bestätigt, europaweit anerkannt wird.
Und… das Chefin Alexandra Hantschel bereits verriet, das Ilona Gerlach nach erfolgreicher Gesellenprüfung von ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen wird.

HINTERGRUND:
Das Betriebspraktikum kam auf Vermittlung der Handwerkskammer für Ostthüringen zustande. Es wurde mit einem „Let's go - Stipendium” aus dem EU-Programm „Leonardo da Vinci Mobilität” bezuschusst.
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