Wenn man sich „Kochprofis“ ins Haus holt, oder auch vorgesetzt bekommt.

Mit Spannung las ich den Artikel vom AA Reporter Uwe-Jens Igel am gestrigen Sonntag über den nicht so rühmlichen Ausgang der Begegnung der Kochprofis von RTL 2 und der dem Betreiberehepaar Heidi & Detlef Becker vom Hotel-Restaurant-Cafè „Zur Quelle“ in Tambach-Dietharz.

Aber schon nach der Einleitung des Reporters bauten sich in mir Fragen auf.

Warum lässt Fam. Becker es zu, wenn ihr Geschäft gut läuft, wie ja noch im Artikel zu lesen ist, das die Crew von RTL drehen darf, denn die drehen eigentlich immer nur bei den gastronomischen Einrichtungen, wo so ziemlich alles im Argen liegt.

Gut sagt man sich, dass bringt Öffentlichkeit und Werbung für’s Unternehmen und das kann ja schlussendlich jeden Gastronom ein Stück weit helfen noch bekannter zu werden und es kostet vielleicht nicht so viel wie eine deutschlandweite Werbekampagne.
So weit so gut.

Leider war das ein totaler Schlag ins Wasser, wie es sich nach der Ausstrahlung herausstellte.

Herr Igel beschreibt es ja auch ausführlich, sodass ich darauf nicht nochmal eingehen muss.

Nachdem ich diesen mich traurig stimmenden Artikel gelesen hatte und ich natürlich auch weiß, wie Medien arbeiten um Einschaltquote zu bekommen und wie immer noch in vielen Köpfen gegenüber dem Osten der Bundesrepublik Mauern bestehen, entschloss ich mich im Netz, da ich eigentlich diese Serie nicht gucke, weil mir die Köche unsympatisch sind, in der Mediathek von RTL 2 mal zu suchen.
Und ich wurde fündig.

Und das zu tun, hätte ich auch mal den Herrn Igel empfohlen.

Was ich da sah bestätigte erst mal wieder, warum ich die Sendung nicht schaue.
Schon die beiläufigen Worte der drei Köche auf der Hinfahrt brachten mich zum kochen.

Aber ok, das sind wir ja gewöhnt, dachte ich mir.

Aber dann kam es, das „Chemielabor“ des Herrn Becker.
Also wenn das nicht so ist, wie es da dargestellt wurde, warum hat Herr Becker dann so vor der Kamera seine Speisen kreiert?

Kochen kann man dazu wirklich nicht sagen.
Kreativität will ich ihm ja nicht absprechen, aber mit wie viel Lust und Leidenschaft und mit dem O-Ton seiner Überzeugung er mit Hilfe der Lebensmittelchemie er seine Speisen zusammenbaute, „Hochachtung“.

Wenn er für das Kartoffeldressing, welches ja im AA-Artikel die Note 1 bekam nicht mal Kartoffeln verwendet, sondern Pulver aus der Tüte, muss ich ihm schon absprechen, ein guter Vertreter thüringischer Küche zu sein.

Klar wird nach dem Zusammenschnitt der Sendung so einiges, vielleicht auch wirklich gutes der Schere zum Opfer gefallen sein, aber auch wenn alles drin geblieben wäre, es wäre nicht besser geworden.

Hier stellt sich dann nicht mehr die Frage, warum Gäste Termine stornieren oder nach der aktuellen Küchentechnik fragen.

Ich bin mir sicher, hier hat sich der Kollege Reporter nicht mit Ruhm bekleckert, die Redaktion aber auch nicht. Ein Artikel, den man sich hätte sparen können, denn nun tippt man erst recht mit dem Finger in die Wunden des Hotel-Restaurant-Cafè „ Zur Quelle“.

Hier noch mal zum selber Anschauen:
http://rtl2now.rtl2.de//die-kochprofis-einsatz-am-...
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7 Kommentare
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Stephanie Brill aus Weimar | 27.02.2012 | 16:58  
5.678
Gunter Linke aus Saalfeld | 27.02.2012 | 22:09  
12.761
Renate Jung aus Erfurt | 27.02.2012 | 22:59  
5.678
Gunter Linke aus Saalfeld | 29.02.2012 | 21:32  
3.760
Annett Deistung (HarzWusel) aus Nordhausen | 01.03.2012 | 21:55  
12.761
Renate Jung aus Erfurt | 01.03.2012 | 22:50  
6
Anja Zobel aus Gotha | 02.03.2012 | 14:32  
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