Zu Gast bei der Feiwilligen Feuerwehr Unterwellenborn: Marcel Chalupka ist der Gerätewart

Der hauptamtliche Gerätewart Marcel Chalupka muss die Erhaltung der Einsatzbereitschaft von Technik und Ausrüstung der Feuerwehr der Gemeinde Unterwellenborn gewährleisten. Fotos: Andreas Abendroth
 
AA-Redakteur Andreas Abendroth begleitete einen Tag lang den Gerätewart der Freiwilligen Feuerwehr Unterwellenborn, Marcel Chalupka.
Unterwellenborn: Freiwillige Feuerwehr | Der Organisator vor Ort

Marcel Chalupka ist der Gerätewart bei der Freiwilligen Feuerwehr in Unterwellenborn / AA-Redakteur Andreas Abendroth begleitete den Feuerwehrmann einen Tag

UNTERWELLENBORN. In zehn Minuten soll die Feuerwehr vor Ort sein, Hilfe leisten. So sieht es die Gesetzgebung vor. Um dies zu gewähren, muss die Gemeindefläche möglichst gut in Ausrückgebiete aufgeteilt werden. Und, es muss den Mann vor Ort geben, bei dem alle Fäden zusammen laufen, der für die Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft im Bereich Technik verantwortlich ist. In Unterwellenborn ist Marcel Chalupka der Gerätewart.

Punkt sieben Uhr schließt Marcel Chalupka die Tür zum Gerätehaus in Unterwellenborn auf. Zunächst zeigt er mir alle Räumlichkeiten der Feuerwehr.
„Ich muss heute noch eine ganze Liste an Aufgaben erledigen“, erläutert er mir. „Ganz oben steht die Überprüfung der Druckluftschaumanlage des Tanklöschfahrzeugs“, wird angefügt. Kurze Zeit darauf rollt das Fahrzeug vor die Halle. Der Gerätewart zerlegt die Technik „Die Arbeit muss ordentlich aber auch zügig ausgeführt werden. Man weiß ja nie, wann Alarm ausgelöst wird. Da muss das Fahrzeug wieder einsatzbereit sein“, betont Chalupka.
Später werden noch Schläuche und Atemschutzgeräte überprüft. Sollte während einer Inspektion etwas nicht stimmen, muss der Gerätewart eine Reparatur in einer Fachwerkstatt veranlassen oder über den Ortsbrandmeister Ersatz beantragt werden. „Alles kann und darf ich auch nicht selbst instand setzen. Ich muss Rechts- und Verwaltungsvorschriften einhalten, auf Prüfungs- und Wartungsintervalle achten und diese einhalten“, so der Feuerwehrmann.
Das Tätigkeitsfeld ist sehr breit gefächert. Man muss ein Allrounder sein. Es geht um Fahrzeuge, Pumpen, Beleuchtungseinrichtungen und Funktechnik, Hausmeistertätigkeit in und um das Haus. Und auf die praktische Arbeit folgt die Bürokratie. Prüfprotokolle werden am Computer erstellt. Nachweispflicht.

„Es gibt auch Tage, da bin ich nicht hier vor Ort. Zu uns gehören ja noch weitere Gerätehäuser, kleinere Feuerwehrdepots, die Ausrüstung von 148 Kameraden. Hier muss ich ganz eng mit den ehrenamtlichen Gerätewarten zusammen arbeiten. Sie unterstützen und anleiten“, berichtet Chalupka. Dies gilt im Besonderen für die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft nach Einsätzen und Übungen in allen Wehrbereichen. Man muss ja immer davon ausgehen, es ist eine Freiwillige Feuerwehr. Die Männer und Frauen verrichten den Dienst ehrenamtlich. Deshalb sind sie auch froh darüber, dass es in der gemeinde einen hauptamtlichen Gerätewart gibt.
Mittlerweile ist es sechzehn Uhr. Marcel Chalupka hätte regulär Feierabend. Nur heute nicht. Es steht noch eine Schulungsmaßnahme auf dem Programm. „Nach dem Dienst geht es dann ehrenamtlich weiter“, betont Gerätewart Marcel Chalupka abschließend.


Zur Person:

- Marcel Chalupka (34) hat den Beruf eines Fleischers erlernt
- Wohnt seit 2006 in der Gemeinde Unterwellenborn
- Ist über den Freundeskreis als Quereinsteiger zur Feuerwehr gekommen
- Hat zunächst als ehrenamtlicher Gerätewart gearbeitet
- Ist seit Juni 2009 als hauptamtlicher Gerätewart angestellt.
- Er trägt den Dienstgrad eines Oberfeuerwehrmanns
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