ACE: Geschwindigkeitsmanagement statt Tempolimit

Stuttgart / Berlin, 8. Mai 2013 – Die vom SPD-Chef Sigmar Gabriel erhobene Forderung nach Tempolimit auf Autobahnen stößt beim ACE Auto Club Europa auf Skepsis.

Der verkehrspolitische Sprecher des ACE Matthias Knobloch sagte am Mittwoch in Berlin: „Tempolimits auf einem gut ausgebauten Autobahnnetz müssen situationsangepasst und für die Verkehrsteilnehmer verständlich sein. Gerade mit moderner Technik sind variable Tempolimits über Schilderbrücken, die ergänzend auch Erklärungen für Beschränkungen anbieten, umsetzbar und bieten maximalen Nutzen für die Verkehrssicherheit. Hier sehen wir weiterhin einen Ausbaubedarf, da verkehrs- und witterungsorientierte Tempolimits für Verkehrsnutzer nachvollziehbar präsentiert werden.“

Ein generelles Tempolimit auf Autobahnen ist aus Sicht des Clubs weder aus Verkehrssicherheitsaspekten noch aus Umwelterwägungen sachgerecht. Gestützt auf Zahlen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt), schätzt der ACE, dass es etwa auf einem Drittel des deutschen Autobahnnetzes (Gesamtlänge etwa 12 800 km) Tempolimits gibt. Dies sind „absolute“ oder tages- oder witterungsabhängige Beschilderungen und zunehmend die vom ACE favorisierten Verkehrsbeeinflussungsanlagen mit variablen Tempolimits.
„Gefährdungsstellen oder Stellen bei denen beispielsweise aus Lärmschutz langsamer gefahren werden soll, sind bereits heute mit Tempolimits versehen, auch wenn dort die Information mancherorts noch verbessert werden kann. Nach wie vor ist das deutsche Autobahnnetz das sicherste Straßennetz, ein Tempolimit außerhalb der bereits geregelten Stellen würde die Verkehrssicherheit nahezu nicht erhöhen,“ so der ACE
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