Bleibende Spuren hinterlassen - Bad Blankenburger engagieren sich für die ärmsten Menschen in Indien

Aus hunderten Fotos stellen Susanne Chmell und Dieter Bergemann ihre Vorträge zusammen. Foto: Burian
  Von Roberto Burian

Sie kämpfen seit Jahren für Indiens Kinder. Gerade sind Susanne Chmell und ihr Helferteam nach drei wöchigem Aufenthalt auf dem Subkontinent wieder zurück in Bad Blankenburg - wie immer "mit beschwingter Seele, total im Glück und unglaublich beschenkt", wie sie sagen.

Am 26.12.2004 nahm eine Flutwelle, die durch ein Seebeben ausgelöst wurde, auch in vielen Küstendörfern Indiens den Menschen ihr Hab und Gut, und vielerorts auch ihr Leben.

"Es waren schockierende Bilder, die auf mich einstürmten, als ich 2005 das erste Mal dort ankam, ohne zu wissen, was mich erwartete", erinnert sich die junge Frau. Seit dieser Zeit engagiert sich die Bad Blankenburgerin mit zahlreichen Helfern aus der Region für die Ärmsten der Armen in den Fischerdörfern aber auch in den Elendvierteln von Bombay. Damals entstand der Kontakt mit Pastor Babu, der ein Waisenhaus mit 300 Kindern in Machilipatnam an der Ostküste leitet. Es wurde die Idee geboren ein neues Kinderheim, welches den Namen "Friedrich Fröbel" tragen sollte, mit einer Bildungsstätte, in Machilipatnam zu errichten. Gleichzeitig sollte dieser Neubau den Erwachsenen die Möglichkeit bieten, sich weiterzubilden und notwendige praktische Hilfe in den Dingen des Lebens zu erfahren, wie eine Kindergärtnerinnenausbildung oder Ehe- und Familienberatung.

Über 100 000 Euro kamen bisher zusammen. Viel Geld. Dass jeder Cent angekommen ist und zahlreiche Hilfsprojekte inzwischen auch verwirklicht sind, darüber berichten nun Susanne Chmell und ihr Stellvertreter Dieter Bergemann im Gespräch mit dieser Zeitung.

Es gibt so viel zu berichten", sagt Chmell sie wisse gar nicht wo sie anfangen soll - und macht doch gleich einen Versuch. Am Beginn des Aufenthaltes habe auch diesmal ein Besuch bei "Inter-Mission" in Bombay gestanden. Das Ganze sei im Anschluss noch getoppt wurden von der Einweihungsfeier des Fröbelzentrums. Mit den Worten: "Es ist allen ein Anliegen, die Leute kennen zu lernen, die über die Jahre so viel Hilfe für die Menschen hier geleistet haben" wurden wir von Pastor Babu begrüßt. Hunderte seien auf den Beinen gewesen, vom Säugling bis zur Urgroßmutter und das sei einfach überwältigend gewesen, verrät Susanne Chmell.

Dieter Bergemann nahm den Gesprächsfaden auf und zog eine zwischenzeitlich Bilanz: "Wir helfen, Kindern eine Zukunft zu geben, ihr Leben im wahrsten Sinne des Wortes wieder auf gesunde Beine zu stellen, geben ihnen die Chance auf ein menschenwürdiges Leben, wo sie sonst zu Außenseitern würden."


Stationen des Einsatzes

• Tsunamihilfsaktion im Februar 2005
• Im April 2006, wird der Grundstein für das neue Bildungszentrum gelegt
• Die Männer beginnen mit dem Ausheben der Fundamente begonnen. Löcher mit einem Durchmesser von 2,50m x 2,50m und 1,50m Tiefe hätten sie ohne die Hilfe von Maschinen ausgehoben. Als Hilfsmittel dienten lediglich eine Art Schaufel, sowie eine lange Eisenstange mit Spitze.
• Im Waisenhaus Bombay bringen Helfer in einem Fröbelseminars den über hundert Frauen aus vier verschiedenen Organisationen die Lehren des Schulpädagogen nahe.
• 2008 besucht Pastor Babu mit seiner Frau Thüringen
• Am 3. März 2011 wird das Bildungszentrum eingeweiht
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige