Im Dreiklang - Gemeinsamer Flächennutzungsplan im Städtedreieck

Im Dreiklang. von links: Bürgermeister Matthias Graul (parteilos/Saalfeld), Frank Persike (Linke/Bad Blankenburg), Jörg Reichl (BfR/Rudolstadt) Foto: Roberto Burian
Bad Blankenburg: Stadtverwaltung | Gemeinsamer Flächennutzungsplan

Bürgermeister des Städtedreiecks unterzeichnen Zweckvereinbarung

Von Roberto Burian

BAD BLANKENBURG. Nachdem die drei Stadträte zugestimmt hatten, unterzeichneten jetzt die Bürgermeister Matthias Graul (parteilos/Saalfeld), Jörg Reichl (BfR/Rudolstadt) und Frank Persike (Linke/Bad Blankenburg) im Rathaus der Fröbelstadt eine Zweckvereinbarung für einen gemeinsamen Flächennutzungsplan.

Geregelt werden darin die Grundsätze der Zusammenarbeit. Künftig erfolgt auch die vorbereitende Bauleitplanung im Dreiklang. Die Bürgermeister gehen davon aus, dass die Wirksamkeit eines gemeinsamen Flächennutzungsplanes im Jahr 2016 erreicht werden kann. Sobald dieser wirksam sei, könne es keine Abstimmungsprobleme mehr bei der Entwicklung von gewerblichen Bauflächen oder Wohnbauflächen geben. Nicht zuletzt hatten Flächenentwicklungsabsichten der drei Städte in der Vergangenheit immer wieder zu Diskussionen geführt.
„Diese werden sich künftig erübrigen", so Frank Persike , amtierender Sprecher des Städteverbundes.
Bad Blankenburg habe sich in der Kooperationsbeziehung gut entwickelt, das beste Beispiel sei dafür die Stadthalle. Diese habe sich, mit Unterstützung von Rudolstadt und Saalfeld zum kulturellen Zentrum entwickelt und werde auf Grund der Veranstaltungsvielfalt auch überregional wahrgenommen. Sein Saalfelder Amtskollege bezeichnete es als positiv, dass die Städte weiter zusammenwachsen.
„Es ist ein langer Prozess der auch mit der heutigen Unterschrift nicht abgeschlossen sein wird. Am Ende wird hoffentlich ein Ergebnis dahinterstehen, welches das Städtedreieck zukunftsfähig gestaltet. Dabei spielt die demographische Entwicklung in Bezug auf schwindende Einwohnerzahl ebenso eine Rolle, wie etwa größere Probleme bei der Fachkräftegewinnung der Unternehmen, so Graul. Ähnlich sieht das auch Rudolstadts Stadtoberhaupt. Man müsse man sich beim Wohnungsbau auch an den Bedürfnissen der Unternehmen orientieren. Den Flächennutzungsplan sieht Reichl als ein Instrument, "um nicht zusätzlich größeren Flächenverbrauch zu organisieren". Frank Krätzschmar, Geschäftsführer der LEG Thüringen, die die Kooperation von Beginn an begleitet wies darauf hin dass die drei Städte mit der Unterzeichnung ihre erfolgreiche Kooperation erweitere. In der 1997 begonnenen Kooperation hätten zunächst Abstimmungen über investive Großprojekte (industriestandorte, Stadthalle, Saalemaxx und Bahnhofsareal in Saalfeld) eine Rolle gespielt. In den vergangenen Jahren rückte laut Krätzschmar mehr und mehr die Zusammenarbeit im Verwaltungshandeln - wie Konstituierung eines gemeinsamen Ausschusses, die Ausrichtung eines gemeinsamen Neujahrsempfangs, die Bündelung der Wirtschaftsförderung in der WIFAG oder die Harmonisierung touristischer Aktivitäten in den Vordergrund.
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