Mitarbeiter-Motivation steht ganz oben

Das Trio aus dem Salon in der Galeria Rudolstadt ist motiviert, steht hinter den Entscheidungen des Chefs.
Rudolstadt: Galeria Rudolstadt | Motivation steht ganz oben

Nachgefragt bei Robert Dietz / Ein Chef und ein besonderes Konzept

Wer kann in der heutigen Wirtschaft von sich sagen: „Bei mir brummt es momentan richtig“?
Einer kann es. Robert Dietz, dessen Wurzeln ja ganz eng mit Saalfeld verbunden sind. Im Jahr 1932 legte ein Salon hier in der heutigen Kreisstadt den Grundstein für die Erfolgsgeschichte im Friseurhandwerk. In 79 Jahren ist aus dem kleinen ein erfolgreiches Unternehmen mit Salons in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und natürlich Thüringen sowie einem großen Ausbildungsstudio geworden.

Robert Dietz weiß, wovon er spricht. Er ist ein Mann vom Fach.

„Vorwiegend haben wir unser Salons im Bereich von Einkaufszentren angesiedelt. Hier bieten wir die spontane Möglichkeit, einmal vom Alltagsgeschehen auszubrechen. Bei uns können sie abschalten, sich verwöhnen lassen“, beschreibt Robert Dietz die Firmenphilosophie.
Natürlich weiß er auch, dass man ein solches Salonkonzept nur mit gut motivierten Mitarbeitern fahren kann.

„Gute Mitarbeiter sind die Grundvoraussetzung und das Herzstück in meiner Branche“, betont er.

Doch diese Suche ist fast zu einem alleinigen, kräftezehrenden Standbein im Unternehmen geworden. Zum Friseur wird immer gegangen. Die Mitarbeiter müssen in vielen Bereichen Spezialisten sein.
Herr Dietz versteht derzeit so manche Diskussionen um Niedrigstlöhne und Dumpingbeschäftigungen nicht. „Mit den kursierenden Tarifempfehlungen findet man im realen Wirtschaftsleben keine Mitarbeiter mehr.“
Und der Friseurunternehmer zeigt auch gleich ein Konzept auf, dass es auch anders geht. „Eine Preiserhöhung, die der Lohnerhöhung dient“. Die Preise für Waschen, Schneiden, Föhnen wurden um knapp 10 Prozent angehoben.
Und, da die Kundschaft auf gut motivierte Friseurinnen und Friseure trifft, denen die Erhöhung plausibel erklärt wird: „Durch die Preiserhöhung bekommen wir nun mehr Geld.“, ist damit dieses Thema abgehakt.
Begonnen wurde mit den Lohnerhöhungen in den Salons in Thüringen und Sachsen. Die Gehälter hier lagen bereits über den Tarifempfehlungen. Nun können sich beispielsweise Vollzeitkräfte über ein Plus von rund 20 Prozent freuen.

Der Lohnfaktor ist der absolute Knackpunkt im Friseurhandwerk. Für gute Arbeit sollen die Mitarbeiter auch gutes Geld verdienen. Und nur mit neuen Wegen kann Personalengpässen entgegengewirkt werden


Hintergrund:

Im Jahr 1932 legte ein Salon in Saalfeld/Thüringen den Grundstein für die Erfolgsgeschichte von Robert Dietz. Aus dem kleinen Familienbetrieb ist ein erfolgreiches Unternehmen geworden, in denen rund 270 Mitarbeiter von Aachen bis Dresden tätig sind.
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2 Kommentare
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Regina Pfeiler (aus Gera) aus Gera | 12.08.2011 | 07:42  
Andreas Abendroth aus Saalfeld | 12.08.2011 | 07:53  
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