11. Bundesweite ACE-Aktion: "Park Dein Handy, wenn Du fährst!"

  Saalfeld (Juni 2015): Weshalb Smartphones töten können - ACE-Kreis Thüringen Süd beteiligt sich an der bundesweiten ACE-Aktion: „Park Dein Handy, wenn Du fährst!“

“Wir finden moderne Kommunikationsgeräte im Auto auch ganz toll, doch manchmal kann ihr Gebrauch während der Fahrt Unfälle mit schwersten Verletzungen oder gar tödlichem Ausgang verursachen.“ Das sagt Klaus Hollmann, Vorsitzender des ACE Auto Club Europa, Kreis Thüringen Süd. Er leitete vor Ort eine neue Verkehrssicherheits-Kampagne, die der Club schon im März 2015 bundesweit gestartet hatte.

Sekunden seinen Blick nicht auf das Fahrgeschehen, sondern auf ein Display richtet, fährt meterweise „blind“. Die Botschaft von Hollmann lautet: „Park Dein Handy, wenn Du fährst!“. Denn wer ein Smartphone oder Handy hinterm Steuer benutzt, ist nach Darstellung des ACE-Mannes total abgelenkt. „Man fährt streckenweise blind und riskiert so folgenschwere Unfälle.“ Wie häufig sich Kraftfahrer auf diese Weise selbst und andere in Gefahr bringen, dem ist der ACE mit mehreren stichprobenartigen Verkehrsbeobachtungen an Ampelkreuzungen, Bundesstraßen und Ausfahrten von Einkaufszentren (im März; April und Mai) in Saalfeld und Umgebung jetzt näher auf den Grund gegangen.

Festgestellt wurden insgesamt 76 Fahrer die telefoniert haben (54 Prozent männlich und 46 Prozent weiblich).
66 Prozent saßen im PKW und 44 Prozent waren mit einem Firmenfahrzeug unterwegs.
Beim „SMS-schreiben“ wurden 17 Fahrer festgestellt (23 Prozent männlich und 77 Prozent weiblich), wobei alle „Simser“ im PKW saßen.

Der ACE erläutert, dass mit dem Smartphone die Kommunikationsmethoden auch im Straßenverkehr einen ganz neuen Stellenwert erlangt haben. Telefonieren an sich wird eher zur Nebensache, weil Smartphones viel mehr können. Sie eröffnen unter anderem den Zugang zu zahllosen App‘s und dem World Wide Web.

ACE sieht Smartphone-Nutzer in betender Stellung. Ein Blick in die Autos an Kreuzungen zeigt ein inzwischen charakteristisch gewordenes Bild: Autofahrer nutzen die Rotphase der Ampel extensiv, um rasch Textnachrichten zu lesen, zu schreiben und zu versenden.
"Da gibt es eine ganz neue Körperhaltung", sagt der ACE-Kreisvorsitzende Hollmann. Es sehe fast so aus, als ob die Menschen beten würden: gebeugter Oberkörper, gesenkter Kopf und ein aufs Smartphone gerichteter unverwandter Blick. Andere nutzten den Verkehrsstillstand an der roten Ampel, um Telefonate zu führen.
Die folgenschwere Ablenkung am Steuer ist damit programmiert, warnt der ACE-Experte, dessen Beobachtungen sich wissenschaftlich belegen lassen. Wer beispielsweise mit 100 Km/h unterwegs ist und für zwei Sekunden seinen Blick nicht auf das Fahrgeschehen, sondern auf ein Display richtet, fährt ca. 60 Meter „blind“. Nur jeder zweite Autofahrer (52 Prozent) verzichtet bewusst auf das Telefonieren im Auto. Das hat nach Angaben des ACE der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) in einer repräsentativen Befragung unter 2.000 Verkehrsteilnehmern herausgefunden.

Besonders schnell ablenkbar sind junge Fahrer. Sie sind vor allem beim SMS-Schreiben und beim Telefonieren deutlich aktiver als ältere. Geschlechterunterschiede gibt es hingegen kaum.
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