ACE-Aktion KOMM GURT AN startet – 40 Jahre Sicherheitsgurt

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Fahrtrichtung vorgeschrieben! Trotzdem wird nach links abgebogen.
Mit einer neuen bundesweiten Verkehrssicherheitskampagne will der ACE Auto Club Europa dem „Gurtmuffel“ mit guten Argumenten entgegentreten. Er will Autofahrer, die sich oder Kinder im Fahrzeug nicht richtig sichern, zum Nach- und vor allem zum Umdenken bewegen. Anlass für die Aktion sind die besorgniserregenden Zahlen aus den Polizeiberichten. Nach ACE-Recherchen war 2014 bundesweit durchschnittlich jeder fünfte Verkehrstote zum Zeitpunkt des Unfalls nicht angeschnallt.
Die Ehrenamtlichen des ACE Auto Club Europa, Kreis Thüringen Süd, haben deshalb mit einer Zählaktion geprüft, wie es um das Anschnallverhalten der Autofahrer in Saalfeld bestellt ist.
Warum im Jahr 2016 diese Aktion?
Der Sicherheitsgurt feiert 40-jähriges „Dienstjubiläum“. Am Anfang bangten viele
Männer um ihre Freiheit und Frauen um ihren Busen, wie absurd. Erst mit der Einführung des Verwarngeldes in Höhe von 40 Mark im Jahr 1984 wurde der Gurtpflicht überwiegend entsprochen. Wer hingegen heute ohne Gurt fährt, macht dies eher aus Bequemlichkeit oder weil er sich durch moderne Sicherheitselemente wie Airbags, Knautschzone und Co. im Auto gut geschützt fühlt. Doch der Airbag funktioniert beispielsweise nur in Zusammenspiel mit dem Gurt. Das sollte sich jeder Autofahrer vor Augen führen.
Wie ist die Aktion abgelaufen?
Wir haben an drei Tagen im Mai diese Aktion durchgeführt. Die Dauer der Beobachtungen lag bei ca. einer Stunde. Als Standort hatten wir uns die Saalebrücke ausgewählt. Es wurden 2720 Fahrzeuge gezählt. Festgestellt wurden bei der Verletzung der Anschnallpflicht 104 Fahrzeugführer (3,82 Prozent) und 41 Beifahrer (1,51 Prozent). Ein Problem sind auch die Fahrer von Transportern von denen 1,39 Prozent nicht angeschnallt waren.

Desweiteren stellten wir fest, dass 25 Fahrzeugführer mit dem Handy telefonierten. Als absolutes Problem stellte sich das verbotswidrige Linksabbiegen aus Richtung Bahnhostraße in die Hüttenstraße
heraus. Es wurden 228 Fahrzeuge gezählt, die trotz Verbot (Verkehrszeichen 211)
einfach abbogen und z.T. gefährliche Situationen heraufbeschworen.

Aufgefallen ist uns, die Anlegeweise mancher Sicherheitsgurte. Ein Gurt kann nur seine volle Wirksamkeit entfalten wenn er richtig angelegt ist. Bei einigen Fahren war dies nicht der Fall. Bei einem Unfall hätte der Gurt den Hals abgeschnürt. Auffällig war, dass bei vielen jugendlichen Fahrern die Rückenlehne sich in einer Art „Schlafstellung“ befand. Wie soll man im Falle einer plötzlichen Notbremsung richtig reagieren? Bei etlichen PKW die Kopfstützen zu niedrig eingestellt.

Weiterhin ist zu bemerken, dass 2014, 10.765 Kinder bundesweit als Mitfahrer in einem Pkw. verunglückten. Laut dem Statistischen Bundesamt auch deshalb ein trauriger Rekord, weil viele Kinder gar nicht oder nicht richtig angeschnallt waren. Für uns eine erschreckende Bilanz. Nichts schützt im Auto effektiver als der Gurt – doch gerade auf dem Weg zur Kita oder zur Schule sind Kinder oft falsch oder gar nicht gesichert, denn viele Eltern gehen davon aus, dass bei niedrigen Geschwindigkeiten nichts passieren kann. Eine fatale Fehleinschätzung, ungesicherte Kinder haben ein siebenfach höheres Risiko, bei Unfällen schwere oder gar tödliche Verletzungen zu erleiden.“
Deshalb werden wir in weiteren Aktionen vor Schulen und Kitas uns mit der Problematik der Sicherung der Kinder im Auto beschäftigen.
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