ACE: Autos nicht Schuld an Smog-Alarm

– „Die meisten alten Stinker sind doch längst aus dem Straßenbild verschwunden“-, betont der ACE Auto Club Europa und ruft dazu auf, in der Diskussion über Feinstaubbelastungen die Fakten nicht aus den Augen zu verlieren.Der Club erinnerte am Dienstag in Stuttgart daran, dass der Pkw-Verkehr nur zu einem geringen Teil am gesamten Feinstaubaufkommen beteiligt ist.
96,4 Prozent aller in Deutschland zugelassenen Pkw erfüllen laut ACE bereits seit Anfang 2013 die technischen Vorgaben zur Erteilung einer grünen Umweltplakette.
Auch die speziell dem Straßenverkehr zugeordneten Feinstaubmessstationen lieferten in der Regel Ergebnisse unterhalb des EU-Grenzwertes von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (μg/m³) im Tagesmittel.

Im Unterschied zu den in Paris jüngst überschrittenen Feinstaub-Grenzwerten mit einer Konzentration von bis zu 180 μg/m³, sei die Lage in deutschen Metropolen weit weniger dramatisch. Laut ACE ist die Feinstaubbelastung auf deutschen Straßen in den vergangenen acht Jahren sogar um 19 Prozent zurückgegangen. Demnach wurde 2013 der kritische Jahresmittelwert von 40 μg/m³ Luft an keiner dem Verkehr zugeordneten Messstation überschritten.

Unter Berufung auf Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) verweist der ACE außerdem auf eine Erhebung, wonach im vergangenen Jahr (2013) bereits mehr als 96 Prozent aller Wagen im bundesweiten Pkw-Bestand (43,4 Mio) aufgrund reduzierten Feinstaubausstoßes berechtigt waren, in Umweltzonen einzufahren.
Zugleich betonte der Club, er wolle sich keinesfalls unabdingbar notwendigen Maßnahmen im Interesse der Luftreinhaltung verschließen. „Aber es ist falsch, bei etwaigen Einschränkungen den Fokus nahezu ausschließlich auf den privaten Autoverkehr zu richten“.

Der Pkw-Anteil an der Verursachung von Feinstaub liegt nach Angaben des ACE lediglich bei etwa 10 Prozent. Der Club fordert eine Offensive für eine weitere nachhaltige Modernisierung des städtischen Verkehrs. Dabei spiele neben einer zeitgemäßen elektronischen Verkehrssteuerung auch die Ausweitung von P&R-Angeboten eine Rolle, um Berufspendlern eine kombinierte Nutzung von Auto, Bussen und Bahnen zu ermöglichen.
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