ACE-Kreis Thüringen Süd: Risiken durch Nebel nicht unterschätzen

Diesiges Herbstwetter hat Deutschland eingehüllt. Wabernde Nebelschwaden senken sich über die Fahrbahn und versperren die Sicht. Doch statt rechtzeitig die Geschwindigkeit zu drosseln, hängen sich nicht wenige Autofahrer lieber ganz dicht an den Vordermann. Und schon nimmt das Verhängnis seinen Lauf, denn bis zum folgenschweren Auffahrunfall verstreichen häufig nur Bruchteile einer Sekunde, warnt Klaus Hollmann, Vorsitzender des ACE-Kreis Thüringen Süd. Im vergangenen Jahr (2013) passierten 320 Unfälle mit Personenschaden. Unter den insgesamt 458 Menschen, die zu Schaden kamen, waren 11, die ihr Leben verloren. Außerdem wurden von der Polizei bundesweit 112 Nebelunfälle mit schwerem Sachschaden registriert.

In der letzten Zeit wurde besonders auf der B281 Saalfeld-Neuhaus durch den ACE festgestellt, dass etliche Fahrzeugführer, ihre Pflichte nicht ernst nehmen. So sind selbst am Tage, es ist neblig, Fahrzeuge unterwegs, mit defekten Frontscheinwerfern, defekten Rück- und Bremslichtern. Auch wird vertraut, dass die Tagfahrleuchten ausreichend sind. Doch dies ist ein Irrtum. Denn gesehen werden ist genauso wichtig, wie die eigene Sicht.
Auch Radfahrer und Fußgänger sind besonders am Abend gefragt, etwas für die Verkehrs-sicherheit zu tun. So gehört eine funktionierende Beleuchtung an das Fahrrad, Fußgänger sollten helle Kleidung tragen damit man sie erkennt.

Es fehlen die entsprechenden Kontrollen durch die Polizei, welche in dieser nebligen Zeit, viele Verkehrssünder ertappen könnten.

Ein Rückgang der Nebelunfälle setzt sich nicht fort. Nach Berechnungen des ACE passieren in den letzten drei Monaten eines Jahres die meisten Nebelunfälle. Besonders tückisch sind die unvermittelt auftauchenden Nebelwände, die bevorzugt in Talsenken und an Flussläufen vorkommen. Das größte Risiko, von Nebel überrascht zu werden, besteht auf Landstraßen, hat der ACE nach Auswertung von Zahlen des Statistischen Bundesamtes festgestellt. Außerhalb geschlossener Ortschaften passierten 2013 mehr als zwei Drittel (68,1 Prozent) aller Nebelunfälle und sogar 78 Prozent aller Nebelunfälle mit Getöteten.

Kein Verständnis für unterschiedliche Strafen bei Tempoverstößen im Nebel. In Anbetracht der Unfallentwicklung äußert der ACE Unverständnis darüber, dass schwere Geschwindigkeitsverstöße bei Sichtweiten unter 50 Metern außerorts mit einer geringeren Geldbuße belegt werden als innerhalb geschlossener Ortschaften.

Der ACE-Kreisvorsitzende rät, in den Wintermonaten mit besonders hoher Nebelgefahr besondere Vorsicht walten zu lassen. „Warnungen vor Dunstentwicklung und Nebel sollten ernst genommen und das Tempo darauf abgestimmt werden.“
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