Bundesweite ACE-Aktion "Voll geladen" für mehr Transportsicherheit im PKW

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ACE-Kreisclub Saalfeld-Rudolstadt beteiligt sich an der bundesweiten Aktion für mehr Transportsicherheit

Saalfeld (ACE) 09. Juni 2012 – Mit einer neuen bundesweiten Unfallverhütungskampagne will der ACE Auto Club Europa gegen Mängel bei der Beladung von PKW’s vorgehen. Für das falsche Verstauen von Transportgütern sind die Parkplätze vor Einrichtungshäusern, Baumärkten und Einkaufszentren der bevorzugte „Tatort“, weiss der ACE. Wir wollen den Autofahren verkehrsrechtliche und praktische Tipps zum Beladen von Fahrzeugen geben. Der berüchtigte „Zeigefinger“ soll dabei aber nicht erhoben werden. „Wir wollen aufklären und nicht belehren“, sagt der Vorsitzende des ACE Kreises Saalfeld-Rudolstadt, Klaus Hollmann. Wir werden in den nächsten 14 Tagen zu verschiedenen Uhrzeiten Sichtkontrollen im Bereich des Parkplatzes vorm Marktkauf und dem toom Baumarkt, im Saalfelder Gewerbegebiet, durchführen,

Am 16.06.2012 findet ab 09.00 Uhr z.B. eine Aktion bei Möbel BOSS im Saalfelder Gewerbegebiet statt. Wir bieten den Autofahren, zusätzlich, das Ausdrucken von Rettungskarten für ihren PKW an.
An diesem Tag wollen Fachleute des ACE-Kreisclubs den Autofahrern erklären, dass das Thema einen überaus ernsten Hintergrund hat. In den vergangenen sechs Jahren (2005 – 2010) sind den Angaben von Hollmann zufolge alleine 72 Menschen bei Verkehrsunfällen in Deutschland nur deshalb ums Leben gekommen, weil Autos falsch beladen waren. Aus demselben Grund passierten im fraglichen Zeitraum weitere 5.271 Beladungsunfälle mit Verletzten und Schwerverletzten und 7375 folgenschwere Beladungsunfälle mit Sachschaden.

„Wir wollen das Unfallrisiko minimieren und sehen hier einen dringenden Handlungsbedarf“, sagt der Kreisvorsitzende. Viele Leute ahnten zwar, was ein zwischen Sitz und Kopfstütze eingeklemmtes Holzbrett bei einer Notbremsung Schlimmes anrichten könne. „Doch die Sensibilität für Risiken im Fahrzeug ist häufig nicht vorhanden, ebenso wie die praktische Umsetzung eigenen Wissens.“ Nach den Worten von Hollmann will sein Club im Rahmen der Aktion nicht nur als freundlicher Ratgeber fungieren sondern per Checkliste auch systematisch erkunden, wie es im Detail um die Ladungssicherheit in Autos bestellt ist.

Ungesicherte Ladung im Auto kann etwa bei einer Vollbremsung zum lebensgefährlichen Geschoss werden, was an den ungeheuren Fliehkräften (Masse x Beschleunigung) liegt. Demnach entwickelt ein 300 Gramm leichtes Handy bei einem Aufprall aus Tempo 50 ein Gewicht von 15 Kilogramm. Eine ungesicherte 40 Kilo schwere Möbelpackung beispielsweise würde sogar mit einem Gewicht von zwei Tonnen durch den Fahrgastraum geschleudert.

Das Ergebnis der Erhebung in Saalfeld fließt in eine bundesweite Studie ein, die der ACE im Herbst veröffentlichen will.
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