Die 25 ist eine glückliche Zahl - Mathematiker Dr. Werner Neundorf hat zur Zahl 25 geforscht

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Privatdozent und Buchautor Dr.rer.nat.habil. Werner Neundorf, hat für unser 25-jähriges Jubiläum in die mathemtische Zauberkiste gegriffen.
  Ilmenau: Technische Universität |

Werner Neundorf brennt für die Mathematik - sein ganzes Leben haben Zahlen, Formeln und Gleichungen seinen Berufsalltag als Mathematiker an der Technischen Universität Ilmenau bestimmt. In geometrischen Formen, Alltagsgegenständen, Bewegungen oder Prozessen erkennt er sofort mathematische Zusammenhänge. Je komplizierter ein Problem, desto größer für ihn die Herausforderung eine Lösung zu finden – ganz egal, wie kompliziert die Gleichung auch sein mag. In Sekunden schnelle faltet er aus einem Papierstreifen Fünfecke, die sich wie von Zauberhand in Sterne verwandeln – auch das ist Mathematik. Für den Allgemeinen Anzeiger hat Dr. Werner Neundorf in seine Mathematische Zauberkiste gegriffen und Interessantes und Wissenswertes zur Zahl 25 herausgefunden.

25 ist eine Quadratzahl.

25 hat berühmte Eltern: Die Zahl 2 begegnet uns ständig im Alltag, wie zwei Augen, zwei Ohren oder ein Paar Schuhe. Die fünf kommt auch oft vor: fünf Finger oder fünf Sinne.

25 ist die Summe der fünf ungeraden einstelligen Zahlen. 25 = 1+3+5+7+9

25 = 5² - unter den zweistelligen Zahlen gibt es diese Situation nicht noch einmal, dass Potenz und Ergebnis aus den gleichen Ziffern bestehen.

25 kommt beim Satz des Pythagoras (a²+b²=c²) eine besondere Bedeutung zu: Die 25 ist das Ergebnis des kleinsten ganzzahligen pythagoreischen Dreiecks (Tripels): 3²+4²=5²

25 umgedreht ergibt die Zahl 52. Das ist die Anzahl der Wochen in einem Jahr.

25 schreibt sich im Hexadezimalsystem:
25 = 1x161 + 9x160 = (19)16
Addiert man die beiden Ziffern 1+9 so ergibt sich die Zahl 10. Diese Zahl entspricht im Dezimalsystem dem Buchstaben A, wie Allgemeiner Anzeiger.

25 ist keine fröhliche Zahl, ebenso wie die Nachbarn 24 und 26. Das hat folgenden Hintergrund.
Die einzelnen Ziffern der Zahl werden quadriert und anschließend addiert. Mit dem Ergebnis wird genauso verfahren, immer wieder und wieder – solange bis das Ergebnis 1 ist – fröhliche Zahl - oder sich eine Periode ergibt. Bei der 25 sieht das wie folgt aus:
25 -> 2²+5²=29 -> 2²+9²=85 -> 8²+5²=89 -> 8²+9²=145 -> 1²+4²+5²=42 -> 42 -> 4²+2²=20 -> 2²+0²=4 -> 4²=16 -> 1²+6²=37 -> 3²+7²=58 -> 58 -> 5²+8²=89
Die 89 kam in der Reihe bereits vor, somit ergibt sich eine Periode und die Zahl ist leider keine fröhlich Zahl. In der Nachbarschaft ist zum Beispiel die 23 fröhlich.

25 ist eine glückliche Zahl - weil sie das Glück hat, beim Sieb der Glückszahlen nicht gestrichen zu werden. Dazu gibt es folgende Legende, die sich im Jahr 67 nach Christus zugetragen haben soll: Beim Kampf um die galiläische Stadt Jotapata hielten sich Soldaten in einer Höhle vor den Römern versteckt. Das Versteck wurde verraten. Die Soldaten wollten nicht in die Hände der Feinde fallen und sich lieber vorher selbst töten. Ein Soldat überzeugte die Gruppe, ein Abzählsystem, ähnlich dem Sieb des Eratosthenes, zu verwenden, denn er möchte sich und seinen Freund retten. Die Gruppe stellt sich in einer Reihe auf, dann tötet sich jeder zweite, in der nächsten Runde jeder dritte - von den Übriggebliebenen - und so weiter. Durch das richtige Aufstellen konnten sich der Mann und sein Freund retten. Sie standen an den glücklichen Positionen und überlebten, wenn auch in Gefangenschaft der Römer. Weitere glückliche Zahlen sind: 1, 3, 7, 9, 13, 15, 21, 25,…

Vita Privatdozent Dr.rer.nat.habil. Werner Neundorf
-1963-67 Goetheschule Ilmenau und Abitur
-1967-68 Studium der polnischen Sprache in Łódź/Polen
-1968 bis 1973 Mathematikstudium in Wrocław/Polen
- über 40 Jahre tätig in Lehre und Forschung, Promotion, Habilitation und Weiterbildung an der Technischen Universität Ilmenau, Spezialgebiete Numerische Mathematik und Differentialgleichungen
- Autor mehrerer Fachbücher
- 2014 erschien sein Mathematikbuch für alle, die Spaß an mathematischen Knobeleien haben:
„Die Mathematische Zauberkiste“, 400 Seiten, farbig, ISBN 978394264603-1, Unicopy Campus Verlag Ilmenau, 22,22 Euro
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10 Kommentare
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Hans-Gerd Born aus Erfurt | 22.09.2015 | 23:35  
Ines Heyer aus Saalfeld | 23.09.2015 | 09:30  
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Mariett Demirelli aus Erfurt | 23.09.2015 | 21:52  
Ines Heyer aus Saalfeld | 24.09.2015 | 09:33  
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Siegfried Herrmann aus Zeulenroda-Triebes | 30.09.2015 | 22:22  
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Siegfried Herrmann aus Zeulenroda-Triebes | 01.10.2015 | 10:48  
Ines Heyer aus Saalfeld | 01.10.2015 | 12:06  
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Silvio Krasemann aus Erfurt | 10.10.2015 | 08:13  
Ines Heyer aus Saalfeld | 10.10.2015 | 21:03  
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Silvio Krasemann aus Erfurt | 11.10.2015 | 08:11  
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