Durchfahrt gesperrt - Baumaßnahmen in den Ferien

Momentan treffen die Autofahrer gehäuft auf Sperrungen im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt.
 
Umfangreiche Sicherungsmaßnahmen wurden an der Zufahrtsstraße Richtung Sperrmauer der Hohenwartetalsperre vorgenommen. Foto: Martin Modes
Durchfahrt gesperrt

Autofahrer müssen sich auf Umwege einstellen / Dringende Sicherungs- und Erhaltungsmaßnahmen werden durchgeführt


LANDKREIS. „Derzeit gibt es im Kreisgebiet Saalfeld-Rudolstadt sechszehn Straßensperrungen“, kann man in einer Meldung des Landratsamtes lesen.
Baumaßnahmen, welche für die Autofahrer hinderlich und ärgerlich, doch unumgänglich sind. „Die Baumaßnahmen jetzt durchzuführen ist sehr günstig. Durch das reduzierte Verkehrsaufkommen – um die 30 Prozent weniger Autoverkehr – haben wir momentan bestmögliche Bedingungen“, wird auf Nachfrage betont.
Zum Teil müssen nach den anhaltenden Regenfällen in der vergangenen Zeit ganze Hangbereiche gesichert werden. Auf der anderen Seite stehen bewilligte finanzielle Mittel, die nun abgerufen werden können. Die ausführenden Baufirmen stehen trotz hochsommerlicher Temperaturen unter Ausführungsdruck. Doch es gibt auch positive Erfolgsmeldungen. So konnte die für den Tourismus wichtige Verbindung zum Hohenwartestausee wieder freigegeben werden. „Die Straße ist als Hauptzufahrtsstraße von der B85 zur Stauseeregion von großer Wichtigkeit für den Tourismus, außerdem verläuft auch der Saale-Radweg auf diesem Stück der Kreisstraße“, fasst Martin Modes vom Landratsamt sie Situation zusammen.
Zum selben Sachverhalt betont der zuständige Sachgebietsleiter Tiefbau, Marko Schönheyd: „Ich bin froh, dass das Wetter bei den Bauarbeiten in den vergangenen Wochen mitgespielt hat und dass die Baufirma die doch recht komplizierten Arbeiten termingerecht ausgeführt hat. Aus Sicherheitsgründen musste ja neben dem Straßenbereich war auch der Bereich für die Fußgänger nicht passierbar. Sie mussten oft wieder hinter die Absperrung zurück geschickt werden.“

Aufatmen dagegen können auch die Kraftfahrer sowie Einwohner im südlichen Bereich des Landkreises. Die K 156 zwischen Marktgölitz und Limbach, die nach den Unwettern wegen eines Straßenabbruchs komplett gesperrt werden musste, ist seit vergangener Woche wieder mit Einschränkungen offiziell für den Verkehr freigegeben. „Die Notreparatur im Straßenbereich wurde in kürzester Zeit durch eine ortsansässige Firma durchgeführt“, so Marko Schönheyd.


INFORMATION: Umfang des Schadens und Maßnahmen zur Behebung am Beispiel der K 181 zwischen Sperrmauer und Ortslage Hohenwarte.

Es sind etwa 420 Tonnen Erde, Felsen und Baumbewuchs abgerutscht incl. der vorhandenen Böschungssicherungsnetze und deren Verankerung.
Zunächst war der mit abgerutschte Baumbewuchs zu entfernen, ebenso wie weitere gefährdete Bäume im Schulterbereich der Böschung.
Ehe die ca. 420 Tonnen abgerutschter Erd- und Felsmassen schließlich komplett von der Straße beräumt wurden, mussten sie bei den Sicherungsmaßnahmen als „Arbeitsebene“ genutzt werden, um überhaupt am Hang arbeiten zu können.
Um den Hang neu zu sichern, mussten 66 Stück neue 4 Meter lange Felsanker gebohrt und eingebracht werden. Zur weiteren Sicherung der Felsböschung wurden außerdem etwa 450 Quadratmeter hochfestes, legiertes und 3-dimensionale Stahldrahtgeflecht und leichter Fangzaun befestigt

HINWEISKASTEN:

Die aktuellen Straßensperrungen im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt finden sie unter www.meinanzeiger.de
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