Fliegen und Testen unter schwierigsten Bedingungen

  Perfekte Flugeigenschaften in einer windigen Angelegenheit
Kunstflugprofis testen die zwei EPP-Modelle von Kyosho und Hype



Wir - das sind der Berliner Modellflugzeugkontrukteur und Kunstflugpilot Florian Griese, der Eberswalder Kunstflugpilot André Henschel sowie die beiden Thüringer, Heli- und Flächenfluglehrer Steffen Wegner und Pilot und Journalist Andreas Abendroth - befinden uns auf dem Flugplatz „Kammberg“ des Modellflugclub Geschwenda e.V. (Ilm-Kreis/Thüringen)

Das Wetter lässt sehr zu wünschen übrig. In der Ferne sieht man bereits über dem Thüringer Wald ein Gewitter heran nahen. Der Wind ist stark böig, der Luftsack des Flugplatzes sowie das Windbändel am Sender stehen waagerecht.
Eigentlich wollten die beiden Kunstflugpiloten mit ihren großen Extras für die nächsten Meisterschaften üben. Doch dann kam alles anders…

Sie waren allein vom Aussehen der aus dem Hause Kyosho stammenden EDGE 540, in der Lackierung des Ungarn Peter Besenyei, einfach begeistert. Und ein EPP-Modell mit diesem Aussehen muss natürlich auch so gut fliegen. Also den LiPo rein, Sendner und Empfänger abgleichen, Funktionscheck und Start. Nach wenigen Metern hebt die Edge, sie hat eine Spannweite von 1,2 m von der Graspiste ab. Noch ein wenig austrimmen und sie zerschneidet förmlich den starken Wind. Loopings, Rollen, Rückenflug – alles kein Problem. Die Jungs jagen die Maschine senkrecht in den Himmel, bis sie nur noch ein kleiner Punkt am Firmament ist. Danach trudelt die Maschine wieder dem Boden entgegen, wird gekonnt abgefangen und in den Geradeausflug gebracht. Bevor die Akkuleistung nachlässt sind die Flugprofis darüber erstaunt, dass trotz des Windes sogar der Messerflug möglich ist.
Nach der Landung heißt es dann, den Akku raus und aufladen… die wollen wir noch einmal starten!

Während der Akku der Edge lädt, muss ein Einsteiger-Aufsteiger-Flugzeug seine Qualität unter Beweis stellen. Die „U CAN FLY!” aus dem Hause Hype. Hält die Maschine das, was die Worte auf der Tragfläche versprechen? Damit das Flugzeug mit einem Gewicht von knapp über einem Kilogramm bei einer Spannweite von 1,4 Metern im Wind bestehen kann, wird der Abwurfschacht mit Kieselsteinen befüllt.
Dann Akku anschließen, ein letzter Check und Vollgas. Die Maschine braucht rund zehn Meter, dann hebt sie sachte, geradlinig ab. Sie lässt sich in Steilkurven ziehen, geht fast von alleine wieder in eine normale Fluglage über. Mit dem Wind kann sie stabil auf ein Viertel Leistung gedrosselt werden. Gegen den Wind hat sie genug Power um vorwärts zu kommen.
Zur Landung kann die Motorleistung fast ganz gedrosselt werden. Sicher gleitet die „U CAN FLY!“ zu Boden.
Das Fazit: Eine Maschine nicht nur für Einsteiger. Sie macht auch Profifliegern richtig Spass.

Technische Daten:
EP-Edge 540 ARF, Red Bull Besenyei EPP
Spannweite: 1.215 mm; Länge: 1.160 mm; Gewicht ca.: 1.020 g; Motor EP: 350W; LiPo: 11,1V (3s); Regler: 30A
RC-Funktionen: Höhenruder, Seitenruder, Querruder, Motor


U CAN FLY! Gruen RTF 2.4Ghz
Spannweite: 1.460 mm; Länge: 1.220 mm; Gewicht ca.: 1.250 g; Motor: Brushless; Akku: LiPo 11,1V; RC-Anlage: 2.4GHz; Maßstab ca.: 1:9
RC-Funktionen: Höhenruder, Seitenruder, Querruder, Motor, Abwurfschacht
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1 Kommentar
Andreas Abendroth aus Saalfeld | 17.07.2011 | 16:58  
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