Naturparkführer machten Schulung im Schwefelloch in Schmiedefeld

Wann? 05.11.2011

Wo? Morassina Gesundheitszentrum, Schwefelloch 1, 98739 Schmiedefeld DE
Schmiedefeld: Morassina Gesundheitszentrum | Weiterbildung im Schwefelloch
Über 20 zertifizierte Natur- und Landschaftsführer trafen sich am Wochenende im Morassina Gesundheitszentrum in Schmiedefeld um ihre 2006 und 2011 erworbenen Kenntnisse zu festigen und zu erweitern. Naturparkführer verfügen über umfassendes regionales Grundwissen zur Entstehung von Natur und Landschaft sowie den naturkundlichen Gegebenheiten. Sie informierten sich über das vielfältige Wirken des Menschen in der Umwelt und interpretieren Tendenzen wie der Mensch sein Umfeld in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im positiven wie im negativen Sinn verändert hat bzw. kann.
Die Landschaft zwischen Rauhügelmassiv und Schwefelloch mit ihren vielfältigen Potentialen wie das Klima, Arten- und Pflanzenreichtum, Geschichte, die im Ort ansässige Industrie sowie die vielfältigen touristischen und auf hohem Niveau genutzten medizinischen Angebote aber auch die Oasen der Besinnung, bieten vielfältige Möglichkeiten für Bildung, Forschung und Erholung. Als Teilregion am Schnittpunkt der Naturparks Thüringer Wald und Thüringisch- Fränkisches Schiefergebirge hat das Team vom Schaubergwerk Morassina die Gelegenheit genutzt Gastgeber und Partner zu sein und unseren Gästen und Besuchern die Heimat ein Stück näher zu bringen.

Nach einem Vortrag über den „Alaunschieferbergbau im Schwefelloch als eine wesentliche Grundlage zur Entwicklung des Laboranten- und Buckelapothekerwesens am Rande des Thüringer Schiefergebirges „ begab sich die Gruppe auf Wanderschaft zum Olitätenmuseum „Beim Giftmischer“. Hier erfolgte eine Lehrstunde zum Wirken des letzten Laboranten und Olitätenhersteller Max Oswald Unger, der auf vielfältige Weise seine Elixiere, Schnäpse und Wässer bis in die 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts produzierte. An Hand des Tagebau Westfeldes der ehemaligen Eisenerzgrube Schmiedefeld konnte die Besiedlung unserer Region und die Bergbaugeschichte beginnend weit vor der Zeitenwende bis 1972 nachvollzogen werden.
Beste Weitsicht auf dem Rauhügel, und dem Leipziger Turm über Berg und Täler vom Rennsteig bis zum Erzgebirge hat Gelegenheit gegeben zum Austausch von Sachwissen zur Geologie, Hydrologie dem Wetter, der Sprachen – und Dialekte im Wirkungsbereich der Naturparkführer.
Den Abschluss bildete eine Führung durch den Schauteil, den „Sankt Barbara“ Heilstollen und den Denkmal geschützten Bereich des Schaubergwerkes Morassina. Respekt, Achtung und Ehrfurcht zeigten die Teilnehmer vor den Leistungen der Berg – und Hüttenleute die in harter und entbehrungsreicher Zeit hier tätig waren. Und die Voraussetzungen dafür schufen, dass wir uns heute an den Schönheiten der Natur erfreuen und im Schoß der Erde erholen können.
Insgesamt ein ausgefüllter und lehrreicher Tag!
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