Neues Projekt für Kinder: Keine Angst vor dem Helfen - Kinder helfen Kindern

Im Notfall kann jeder mit einem Anruf schon viel bewirken. Doch was passiert, wenn man die 112 wählt. Sascha Heidrich übt mit den Kindern das telefonieren.
Keine Angst vor dem Helfen

In einem Gemeinschaftsprojekt werden Kinder auf Notsituationen vorbereitet

Von Andreas Abendroth

KÖNIGSEE. "Kinder interessieren sich von Natur aus für fast alles. Und diese Neugierde wollen wir mit dem Projekt „Kinder helfen Kindern“ weiter wecken und gleichzeitig auch stillen", so Sascha Heidrich, Rettungsassistent beim DRK Saalfeld.
Ein Rettungswagen und ein Feuerwehrfahrzeug im Einsatz erregen immer das Aufsehen bei den Kleinsten der Gesellschaft. In dem Gemeinschaftsprojekt der Thüringen Kliniken und des DRK-Rettungsdienstes Saalfeld soll den Kindern beigebracht werden, dass Blaulicht und Sirene nicht die Zeichen eines Unglücks, sondern nur äußerliche Signale sind. Ein Mensch benötigt dringend Hilfe und wir müssen schnell dahin kommen.

"Mit dem neuen Projekt wollen wir den Kindern zeigen, was sie in bestimmten Situationen tun können, um die Zeit vom Absetzen des Notrufs bis zum Eintreffen professioneller Hilfe zu überbrücken“, betont Nicole Franke, Krankenschwester in der Notaufnahme.
Allerdings gibt es physische und psychische Grenzen, die man unbedingt eingehalten muss. Es geht um einfache Dinge im Alltagsgeschehen. Die Kinder lernen beispielsweise die Mutter mit einem Pflaster zu versorgen, wenn sie sich geschnitten hat. Gleiches gilt, wenn der Freund beim Radfahren hingefallen ist. Durch ein Rollenspiel werden die Kinder aufgefordert, die Notrufnummer 112 zu wählen und am Telefon genaue Angaben über das Geschehen zu liefern. „Wir wollen die Kinder von der Notwendigkeit der Ersten Hilfe überzeugen“, sagt Sascha Heidrich. Denn gerade die Minuten zwischen dem Unfall und dem Eintreffen des Rettungsdienstes sind entscheidend, können die Auswirkungen des Schadens deutlich beeinflussen.
Danach üben Nicole Franke, Anja Wuttke, Christiane Shadow , Sascha Heidrich und Sascha Schmidt mit den Kindern die stabile Seitenlage und unter fachlicher Anleitung werden Verbände angelegt.
Durch die tägliche Arbeit sind der Rettungsdienst und die Notaufnahme gut vernetzt. Ihr Wissen sollen sie nun weitergeben. Damit, wie die Projektverantwortlichen meinen, „Hilfe von Menschen für Menschen in unserer Gesellschaft selbstverständlich wird.“

INFORMATIONEN:

Wichtig sind die fünf W-Fragen, die auch die Eltern mit den Kindern üben sollten:
- Wo ist es passiert?
- Was ist passiert?
- Wie viele Verletzte oder Kranke gibt es?
- Welche Verletzungen haben sie?
- Warten, ob die Leitstelle noch Fragen hat.
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