Nonverbale Kommunikation richtig angewandt - Der Blickkontakt

Ein zentrales Element der nonverbalen Kommunikation ist eindeutig der Blickkontakt. So wie wir nicht nicht kommunizieren können, so können wir nicht nicht schauen.

Häufig ist der Blickkontakt der erste Schritt zur Kontaktaufnahme mit unserem Gesprächspartner.
Er kann als Eisbrecher fungieren oder die Bedeutsamkeit einer Situation ohne Worte verdeutlichen. Er ist vielseitig anwendbar und ebenso leicht anfällig für Störungen oder Missdeutungen.

So, wie wir unterschiedliche Distanzen in einem Gespräch nutzen, wenden wir auch hier unterschiedliche Blicke an. Das heißt jetzt nicht, dass du dir Ersatzaugen zulegen sollst. Es bedeutet, dass du mit deinen wunderschönen Augen das richtige Mittelmaß findest.

Gibt es den perfekten Blickkontakt?

Diese Frage kann ich so allgemein gar nicht beantworten. Was ich aber sagen kann ist, das es Merkmale für einen gelungen Blickkontakt gibt.

- ein klarer, offener Blick signalisiert Interesse, Neugier und Sympathie
- hebst du kurz deine Augenbrauen, unterstreichst du diese Eigenschaft und
signalisiert gleichzeitig Freude über die Kontaktaufnahme
- ein flüchtiger Blick signalisiert eher Desinteresse
- ein langer Blickkontakt, kann beim Gegenüber als aufdringlich empfunden werden; er
kann es als starren wahrnehmen
- der Blickkontakt sollte mindestens eine Sekunde andauern, allerdings nicht länger als
drei Sekunden (bei einer Kontaktaufnahme jeglicher Art)
- im Gespräch sollte der Blickkontakt gehalten werden ohne dabei als Glotzer zu wirken

Der perfekte Punkt beim Gesprächspartner liegt über der Nasenwurzel. Stell dir diese einfach in der Verlängerung vor - das sogenannte dritte Auge befindet sich dort. Hier kannst du deinen Blick „ablegen“. Zwischen dir und deinem Gegenüber entsteht so ein angenehmer Blickkontakt.

So unterschiedlich die Gespräche eben sein können, so unterschiedlich sind die dabei verwendeten Blicke.

Sei dir dessen immer bewusst.

Ebenso, wie du mit deinen Augen immer etwas beim Gegenüber auslöst.

Jeder Blick hat seine Geschichte und wenn du unsicher bist, beim Blick deines Gegenübers:
- Frage nach.
- Nenne deine Unsicherheit und deine Gefühle die dieser Blick in dir ausgelöst hat
- Fühlst du dich sehr unwohl durch den Blick - sorge für dich und beende das Gespräch
bzw. verlasse die Situation die dir Unbehagen bereitet

Wenn du merkst, das dein Blick beim Gegenüber für ein Stirnenrunzler sorgt:
- Frage nach, was dein Blick bei deinem Gesprächspartner ausgelöst hat
- Nenne deine Wahrnehmung und die Gefühle die du mit diesem Blick verbunden hast
- Entschuldige dich, wenn dein Blick bei deinem Gesprächspartner für Unbehagen
gesorgt hat

Fazit

- Fest steht, dass mit einem Blickkontakt Informationen intensiver wahrgenommen
werden, als ohne Blickkontakt.
- Je häufiger ich den Blickkontakt bei meinem Gegenüber suche, aufnehme und halt,
desto wirkungsvoller kommt mein Gesagtes beim Gesprächspartner an.
- Mit dem Blickkontakt kann ich mein Gesagtes unterstreichen, sowohl positiv wie auch
negativ.

Der Blickkontakt ist eine non-verbale Kommunikationsart und kann manchmal mehr sagen, wie tausend Worte.
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