Ratgeber Sicherheit - Nicht alle Sonnenbrillen am Steuer geeignet

Endlich ist es so weit: Am Sonntag und Anfang der kommenden Woche soll sich über fast ganz Deutschland der blaue Himmel zeigen und die Temperaturen über 25 Grad klettern. Doch bei Autofahrern können die hohen Temperaturen Stress auslösen, das grelle Licht und Reflexionen den Fahrer blenden. Folgen sind oftmals ein aggressiverer Fahrstil sowie eine erhöhte Unfallgefahr. Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte deshalb die Klimaanlage auf etwa 21 bis 23 Grad einstellen und jederzeit eine Sonnenbrille griffbereit haben. Doch nicht alle Sonnenbrillen sind fürs Auto fahren geeignet, darauf weist der ACE Auto Club Europa, Kreisclub Thüringen Süd, hin.

Auf Farbe und Tönung achten
Zwar ist eine gute Sonnenbrille grundsätzlich der wirksamste Schutz gegen das helle Licht. Doch Autofahrer sollten auf die Farbe der Gläser und die Tönung achten. Sind die Brillengläser beispielsweise rot, blau oder orange, sollten sie im Straßenverkehr nicht genutzt werden, denn sie könnten die Farben von Straßenschildern und Ampeln verfälschen. Auch dürfen die Sonnenbrillen nicht zu stark getönt sein. Die sogenannte Blendschutzkategorie gibt Aufschluss darüber. Bis Stufe 3 lassen die Gläser noch ausreichend Licht durch, ab Kategorie 4 sollten jedoch Autofahrer darauf verzichten. Denn wer die Straße kaum noch sieht, handelt fahrlässig und muss mit einem Bußgeld in Höhe von 10 Euro rechnen.
Informationen zur Lichtdurchlässigkeit stehen auf der Innenseite der Bügel, der Aufdruck „Cat.3“ entspricht beispielsweise der Blendschutzkategorie 3.

Polarisierte Gläser schützen vor Reflexionen
Wer sich vor Blendeffekten schützen möchte, sollte auch über polarisierte Gläser nachdenken. Gläser mit integriertem Polarisationsfilter kosten zwar in der Regel einen Aufpreis, sie können aber Reflexionen minimieren, wie sie beispielsweise auf nassen Straßen auftreten. Sonnenbrillen mit Polfilter eignen sich ganzjährig, zum Beispiel auch gut im Winter, da sie ebenso Reflexionen durch Schnee oder Eis wirksam absorbieren können. Ebenfalls aufpreispflichtig sind oftmals Farbverläufe. Ihr Vorteil: Autofahrer können in der Nähe den Tacho und in der Ferne die Straße gut erkennen.

Wer ohnehin Brillenträger ist, sollte auch getönte Überzieher in Betracht ziehen. Dabei wird über den Rahmen der regulären Sehhilfe der vergrößerte Rahmen der Sonnenbrille geschoben. Bei allen Brillen gilt: Fassung und Bügel sollten möglichst schmal sein, damit das Sichtfeld nicht eingeschränkt wird.
„Jeder Autofahrer sollte immer eine gute Sonnenbrille griffbereit im Auto haben. Dabei kommt es nicht auf modische Sperenzchen, sondern auf die Funktion an. Wer sich also eine neue Sonnenbrille zulegen möchte, sollte darüber nachdenken, die alte ins Auto zu legen. Am besten sicher verstaut in einer Ablage oder in der Mittelkonsole“, sagte ACE-Kreisvorsitzender Klaus Hollmann.
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