Vier Wochen Couchpotato

(Foto: Bettina Stolze / pixelio.de)
Anglizismen sind eigentlich tabu. Aber Couchpotato muss sein. Wenn beim Fehltritt ein Muskel reißt und mich vier Wochen an die Couch fesselt, dann bitte nicht auch noch „Sofakartoffel“. Denn eine harte Zeit liegt hinter mir. Bereits nach drei Tagen war der „Fernsehschrott“ überhaupt nicht mehr lustig. Und mein Bedarf an Reality-Soaps und Serien aller Art gedeckt.

Wie konnte das sein? Ich hatte Zeit, keiner machte mir die Fernbedienung
streitig und dann das: Wer nur aus Langeweile fernsieht, dem wird eben
manchmal schlecht. Noch dazu, wenn der Weg zum DVD-Player fast unerreichbar weit scheint. Miese Laune war vorprogrammiert – Abhilfe musste her. Hörbücher sind zwar geistreicher, aber nicht für zehn Stunden am Tag. Aber Not macht bekanntlich erfinderisch. Man wagt sich in neue Welten vor: Ich zockte wie meine Kinder am Tablet. Bewies ihnen, dass auch ich das Zeug zum erfolgreichen „Hay Day“-Farmer hatte. Glücklich war ich auf meinem Sofa dennoch nicht.

Es ist schon kurios: Was man sich manchmal herbeisehnt, scheint nicht immer erstrebenswert zu sein. Ich hatte mir freie Zeit gewünscht, aber bitte nicht so.
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