Vorsicht: Schulkinder wieder unterwegs - Ratschläge vom ACE-Kreisclub Saalfeld-Rudolstadt

Saalfeld 26.August 2012 (ACE) – Nach sechs Wochen Ferien, in denen die Straßen in Thüringen eher leer waren, heißt es jetzt für die Autofahrer ab nächsten Montag (03.09.) wieder besonders vorsichtig unterwegs zu sein. Denn Achtung: Kinder sind wieder vermehrt unterwegs. ABC-Schützen und jene, die vielleicht zum ersten Mal allein den Schulweg bewältigen müssen, aber auch die schon etwas größeren Schüler sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. Darauf weist der ACE Kreisclub Saalfeld-Rudolstadt hin.

„Kinder sind unberechenbar, können ihr Verhalten sowie die Gefahren meist nicht richtig einschätzen und entscheiden sich im letzten Moment über die Straße zu flitzen. Treffen sie dann noch auf unausgeschlafene und gestresste Autofahrer, ist ein Unfall in vielen Fällen vorprogrammiert“, warnt Klaus Hollmann, ACE-Kreisvorsitzender.

Straße überqueren

Häufig verhalten sich Kinder falsch beim Überqueren der Fahrbahn. Ohne nach rechts oder links zu schauen, kommen sie oftmals hinter parkenden Autos hervor geschossen. „Geht der Freund oder die Freundin auf der anderen Straßenseite, kann man davon ausgehen, dass ein Kind spontan die Seiten wechselt“, weiß Hollmann. Deswegen ist auch bei Kindern, die unentschlossen am Straßenrand stehen und bei Fußwegen, die schlecht einsehbar sind, besondere Vorsicht angesagt.

Mama-/Papa-Taxis

Laut ACE sind auch Kinder, die im Mama-/Papa-Taxi zur Schule gebracht werden, einem erhöhten Unfallrisiko ausgesetzt. Das Anlegen des Gurtes, normgerechte Kindersitze und die Sicherung der Türen sollten ebenso selbstverständlich sein, wie eine angepasste Fahrweise. „Und: Lassen Sie die Kinder nie auf der Fahrbahnseite aussteigen“, warnt Klaus Hollmann.
Bei der bundesweiten ACE-Studie „ACE Schulweg Doktor“ (2010) wurde schon auf diverse Probleme hingewiesen.

Mit dem Rad zur Schule

„Schulkinder, die mit dem Fahrrad unterwegs sind, können gefährliche Situationen verursachen, wenn sie beispielsweise die Richtung nicht anzeigen, die Vorfahrt nicht beachten, beim STOP - Schild einfach durch brettern oder Fehler beim Abbiegen begehen“ zählt , der ACE Kreisvorsitzende die täglich lauernden Gefahren auf. Erst Jungen und Mädchen von etwa 14 Jahren seien in der Lage, den Straßenverkehr mit dem Fahrrad vollständig zu bewältigen. Deshalb liegt es vor allem an den Autofahrern, Unfälle zu vermeiden. „Zu allererst Rücksicht nehmen, Geschwindigkeit anpassen und stets in Bremsbereitschaft sein, gehören dazu“ weiß Hollmann.

Zur Sicherheit gehört auch ein verkehrssicheres Fahrrad und der Fahrradhelm sollte auch nicht fehlen (s. ACE-Studie „BIKE HEROES“ 2011), so der Kreisvorsitzende.
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