Winterreifen mit weißer Weste

Das Bessere ist des Guten Feind. So wurden für die Wintersaison 2015/16 nahezu alle erfolgreichen Profile des Vorjahres überarbeitet. Haben sich die Kräfteverhältnisse bei den bekannten Marken dadurch verschoben?

Xtreme S, UltraGrip Performance Gen-1 oder Speed-Grip 2 – wenn es nur nach den Namen geht, sind die aktuellen Winterreifen kaum noch zu überbieten. Doch wie schlagen sich die neuen Gummimischungen und Designs auf Schnee, Matsch und nasser Straße wirklich? Die Experten des ACE Auto Club Europa und der GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung wollten es genau wissen. Im ersten Winterreifentest des Jahres hat ein alter Bekannter gewonnen.

Praxistest
Der harte Praxistest fand in den Schweizer Alpen und auf einer speziellen Reifenteststrecke statt. Acht aktuelle Reifen der Hersteller Continental, Dunlop, Goodyear, Michelin, Nokian, Pirelli, Semperit und Vredestein mussten dabei ihr Können in den Disziplinen Traktion auf Schnee, Handling und Bremsen auf schneebedeckter, nasser und trockener Fahrbahn sowie Aquaplaning unter Beweis stellen. Getestet wurden Reifen der Dimension 225/50 R 17, wie sie beispielsweise beim Dreier BMW serienmäßig verbaut werden. Ein Satz (4) der getesteten Reifen kostet heute zwischen rund 540 Euro (Nokian WR D4) und 700 Euro (Michelin Alpin 5).

„Sehr empfehlenswert“ haben die Modelle Continental WinterContact TS 850 (Gesamtpunktzahl: 205 / Preis: 688 Euro) und Goodyear UltraGrip Performance Gen-1 (Gesamtpunktzahl: 203 / 676 Euro) im ACE-Test abgeschnitten.
„Empfehlenswert“ sind die fünf Modelle Dunlop Winter Sport 5, Michelin Alpin 5, Nokian WR D4, Pirelli Sottozero3 und Semperit Speed-Grip 2. Lediglich beim Vredestein Winter Xtreme S reichte es nur für ein „bedingt empfehlenswert“, denn während der M&S-Reifen („Matsch und Schnee“) bei trockener Fahrbahn mit die besten Werte erreichte, gab sich der Pneu auf Schnee etwas zappelig und enttäuschte auf regennasser Fahrbahn durch geringe Seitenführung und lange Bremswege.

Fazit der ACE-Tests
Die Unterschiede unter den Premiummarken sind sehr gering, das Hauptfeld rückt immer enger zusammen. Lediglich die Reifen von Vredestein und Semperit fallen, vor allem durch ihre Schwächen auf nasser Fahrbahn, hinter das Feld zurück. Nach einem zweiten Platz im vergangenen Jahr, konnte der Continental-Winterreifen in diesem Jahr den Sieg erringen. Ausschlaggebend dabei war auch das hervorragende Verhalten auf nasser und trockener Fahrbahn. Hauchdünn konnte er sich damit vor den zweitplatzierten Pneu von Goodyear setzen. Der Dunlop komplettiert das Podium. Der günstigste Reifen im Test, der Nokian WR D4, erreicht in der Summe der technischen Eigenschaften einen respektablen fünften Platz, zieht auf Grund des günstigeren Preises in der Gesamtwertung sogar noch am Michelin Alpin 5 vorbei.

Weitere Informationen sind im ACE-Lenkrad (Ausgabe 09/2015) nachzulesen bzw. im Internet unter www.ace-online.de erhältlich.
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