12. Pößnecker Stockcar-Rennen: Blech kracht auf Blech

Früher ist der Pößnecker René Schaubs selbst Stockcar-Rennen gefahren. Heute setzt er seine Erfahrungen als Fahrer bei Rennveranstaltungen um. Foto: Andreas Abendroth
 
Während des Rennens. Es darf ausdrücklich gerammt und geschoben werden. Foto: privat
Blech kracht auf Blech

AA sprach im Vorfeld des 12. Pößnecker Stockcar-Rennens mit dem Organisator René Schaubs

Von Andreas Abendroth

PÖSSNECK. Für die Fahrer ist es ein sportliches Autorennen, für die Zuschauer ein besonderes Spektakel. Doch bei dieser Motorsportveranstaltung ist einiges anders. Während des Rennverlaufes kracht Blech auf Blech. Auf der Strecke wird gedrängelt und geschoben. Kollisionen sind erlaubt, ausdrücklich erwünscht und bei den Zuschauern absolut beliebt. Einer, der sich in der Stockcar-Szene auskennt ist René Schaubs. 1996 bestritt er sein erstes Rennen als Fahrer. Heute organisiert er diese Rennen.

Warum sitzen sie nicht mehr im Käfig am Lenkrad?

Man wird eben älter und die „Jungen“ sollen auch eine Chance bekommen. Zu meinen aktiven Zeiten war ich in ganz Deutschland unterwegs. Als Fahrer habe ich die verschiedensten Veranstaltungen und deren sehr unterschiedlichen Qualitäten miterlebt. Und diese gesammelten Erfahrungen möchte ich nun im Sinne der Fahrer und deren Teams umsetzten.

Können sie das konkretisieren?

Auf der einen Seite ist das Rennen. Auf der anderen Seite das Umfeld. Einige Beispiele wären saubere Sanitärbereiche, übersichtliche Aushänge für die Fahrer, Beschallungstechnik mit der man die Durchsagen auch versteht und nach dem Rennen ein Zelt, in dem auch ein bisschen Party stattfindet.

Haben sie einige Informationen zur Strecke in Pößneck?

Es ist eine Moto-Cross-Strecke, welche nach einem leichten Umbau auch für Autos befahrbar wird. Der Rundkurs ist 650 Meter lang und besteht aus sand- und Lehmboden.

Und zum Regelement?

Ganz oben steht die Sicherheit aller Beteiligten, also auch der Zuschauer. Danach kommt die Chancengleichheit für die Fahrer. Dazu werden die Fahrzeuge in sechs Klassen eingeteilt. Unter anderem gibt es eine Klasse für Fahrzeuge mit Heckantrieb, eine für Frauen und eine für Quads, die ein normales Rennen hier am Wochenende fahren.
Zunächst stehen die technische Abnahme, Einteilung der Fahrzeuge und die Vergabe der Startnummern auf der Tagesordnung. Danach das freie Training, danach die ersten Wertungsläufe. Es gehen maximal 10 Autos gleichzeitig an den Start. Dann heißt es Punkte zu sammeln. Viele Punkte bedeuten einen vorderen Platz in der Startaufstellung im Finale.

Stockcar heißt bewusst crashen. Wie verständigt man sich?

Wie bei Autorennen üblich mit Flaggensignalen: rot = Rennabbruch, gelb = Gefahr, schwarz = Disqualifikation und schwarz/weiß = das Ziel erreicht.

Was machen Stockcar-Veranstaltungen aus?

Es ist ein Miteinander. Die Fahrerteams schotten sich und ihre Fahrzeuge nicht gegenseitig ab. Es wird miteinander gesprochen und auch mal geholfen. Die Zuschauer werden nicht ausgegrenzt. Sie können ins Fahrerlager, sich mal umschauen, mit den Fahrern sprechen.

Bei soviel Kollegialität juckt es sie da nicht mal, sich wieder hinters Steuer zu setzen?

Ab und zu treffen sich schon mal die „Alten Fahrer“. Dann zeigen wir - auch zur Selbstbestätigung - dass wir es noch Können, nicht zum alten Eisen gehören.

INFORMATIONEN:

- 12. Pößnecker Stockcar-Rennen und lizensfreies Quad-Rennen für jedermann
- 13. und 14. Juli 2013
- Motocross-Strecke am Sandberg in Pößneck
- Samstag, 13. Juli: Renntag ab 10.00 Uhr, ab 20.00 Uhr Party im Festzelt
- Sonntag, 14. Juli: Renntag ab 10.00 Uhr
- Anmeldungen/Nennschluss: Freitag, 12. Juli, 8.00 Uhr
- Einteilung der Fahrzeugklassen:
Klasse 1 bis 1300 ccm.
Klasse 2 über 1300 ccm bis 1600 ccm.
Klasse 3 über 1600 ccm offen ( kein Allrad
Klasse 4 Heckklasse
Klasse 5 Frauenklasse
Klasse 6 Quadklasse
- Mehr Infos: www.rs-stockcar.de
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