Getting Tough 2013 - Härte ist bis zum Äußersten gefragt

Getting Tough 2012: Gleich nach dem Start müssen die Teilnehmer durch das erste Wasserhindernis. Fotos: Andreas Abendroth
 
Sebastian Sylvester, ehemaligen Boxweltmeister
Deutschlands härtester Hindernislauf startet am 7. Dezember

Von Andreas Abendroth

Am 7. Dezember startet die zweite Auflage des „Getting Tough - The Race“ in Rudolstadt. Der Sportevent wird als das härteste Hindernisrennen Kontinentaleuropas eingestuft. Der Kurs über 23 Kilometer wird die Teilnehmer an ihre physischen und psychischen Leistungsgrenzen bringen. Die Sportler müssen dabei nicht nur Anstieg von über 32 Prozent überwinden. Es gilt auch natürliche und künstliche Hindernisse zu bewältigen. AA-Redakteur Andreas Abendroth sprach im Vorfeld mit Promis, Sportlern und Organisatoren.

Sebastian Sylvester, ehemaligen Boxweltmeister: „Alles nach dem Motto: „No Risk no Fun“. Ich habe im März dieses Jahres beim Extremlauf BraveheartBattle teilgenommen. Doch Getting Tough in Rudolstadt wird wohl noch eine ganze Nummer härter werden. Besonders viel Respekt habe ich im Vorfeld vor den vielen Wasserhindernissen. Minusgrade, und dann abtauchen… Ich kann ja verraten, einige Freunde und ich üben schon eifrig in der Ostsee. Es wird eine andere Quälerei als im Boxring werden. Doch wenn ich die 23 Kilometer geschafft habe, werde ich sagen: Es hat Spaß gemacht!“

Markus Ertelt, Chefplaner von Getting Tough: „Es ist die zweite Auflage des härtesten Laufes in Deutschland. Zu anderen ähnlichen Veranstaltungen gibt es aber große Unterschiede. In Rudolstadt wird der Sportevent von einem Verein veranstaltet. Der Kommerz rückt in den Hintergrund. Ein weiterer großer Unterschied ist, dass die Vorbereitungen von Läufern vorgenommen werden. Sie wissen aus eigenen Erfahrungen, was menschlich leistbar ist. Das Wort „Härte“ bedeutet bei uns, eine Strecke zu finden, welche trainierbar ist. Ein gut vorbereiteter Hobbysportler kann sie genauso bewältigen, wie ein Spitzenathlet. Ginge im letzten Jahr 630 Teilnehmer an den Start, haben sich bis heute für das Event 2013 bereits 1200 Frauen und Männer angemeldet. Darunter beispielsweise auch ein marokkanischer 3000-Meter-Spezialist.“

Charles Franzke, Teilnehmer aus Saalfeld: „Ich bin bereits im letzen Jahr mit am Start gewesen. Das Resultat war ein neunter Platz. Auf mich übt diese Art des Rennens eine besondere Faszination aus. Man muss sich überwinden, an seine Grenzen gehen, diese überschreiten. Der Körper sagt: Es geht nicht mehr. Doch der Kopf signalisiert: Du musst weiter machen. Mein Ziel in diesem Jahr ist ein Platz auf dem Podest.“

Björn Laugner, Oberstleutnant der Bundeswehr: „Ich habe einen gesunden Respekt vor der Strecke. Besonders, weil im Vorfeld ein Pionierbataillon der Bundeswehr mit seiner schweren Technik bei der Erstellung von Hindernissen im Einsatz ist. Wir haben die praktische Ausbildung der Soldaten von der Kaserne nach Rudolstadt verlegt. Da kann man bereits ahnen, was auf die Läufer zukommt. Natürlich werde ich gemeinsam mit einigen Kameraden am Wettkampf teilnehmen. Als Offizier muss man auch eine Vorbildwirkung haben. Die letzten vier Wochen haben wir und intensiv auf diese Herausforderung vorbereitet.“

Peter Kopp (mit Tochter Kira), Sicherheitsexperte für den Wettkampf: „Bei so vielen Teilnehmern und tausenden Zuschauern musste ein umfassendes Sicherheitskonzept erarbeitet werden. Auch flossen die Erfahrungen aus dem letzten Jahr mit in die Planung ein. Beim letzten Rennen mussten 76 Teilnehmer medizinisch vor Ort versorgt werden. In diesem Jahr haben wir 300 ehrenamtliche Helfer entlang der Strecke im Einsatz. Dazu kommen 120 Sanitäter und Rettungsassistenten sowie acht Notärzte vor Ort. Alle Krankenhäuser im Umkreis, von Neuhaus bis Jena, sind vorinformiert, in Bereitschaft. Ein besonderer Punkt sind die Wasserhindernisse. Hier sind zwei Spezialteams zur Reanimation sowie Kampftaucher der Bundeswehr vor Ort.“


INFOKASTEN: - Getting Tough - The Race - am 7. Dezember in Rudolstadt - ab 7 Uhr: Registrierung auf der Bleichwiese - 9.50 Uhr: Auszug der Starter zum Startplatz Große Wiese - 10 Uhr: Startschuss - 19 Uhr - 24 Uhr: After Race Party - Infos: www.gettingtough-race.de
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2 Kommentare
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Steffi Voigt aus Saalfeld | 07.12.2013 | 16:56  
Andreas Abendroth aus Saalfeld | 08.12.2013 | 00:51  
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