Sport und Ernährung. Im Gespräch mit dem Biologen und Sportwissenschaftler Dr. Wolfgang Feil

Den goldenen Herbst sportlich nutzen. Dr. Wolfgang Feil ist nicht nur Biologe und Sportwissenschaftler, sondern auch ein aktiver Laufsportler.
Saalfeld/Saale: Algemeiner Anzeiger | Die richtige Kombination aus Training und ausreichend sinnvoller Nahrungszufuhr
Der Allgemeine Anzeiger im Gespräch mit dem Biologen und Sportwissenschaftler Dr. Wolfgang Feil

Von Andreas Abendroth

Verschiedenste Nahrungsstoffe, wie Eiweiß, Kohlenhydrate, Fett, Wasser, Vitamine und Mineralstoffe sind erforderlich, um bei einer sportlichen Betätigung die Bedürfnisse des Körpers zu erfüllen. Wenn der Körper Leistung erbringen soll, benötigt er Input in Form einer ausgewogenen und hochwertigen Nahrung.
Diese sollte jedoch auf den einzelnen Sportler und die jeweilige Sportart ausgerichtet sein. Nur so können Trainings-, Wettkampfleistungen sowie die Regeneration nach dem Sport unterstützt und verbessert werden.
AA-Redakteur Andreas Abendroth sprach zu dieser Thematik mit dem Biologen und Sportwissenschaftler Dr. Wolfgang Feil. In seiner Tübinger Forschungsgruppe, zu der auch Spezialisten wie der Lauf-Europameister über 5000m und 22malige Deutsche Meister Thomas Wessinghage und der Athletiktrainer der Bundesligamannschaft 1899 Hoffenheim, Rainer Schrey, gehören, wird um das Wissen über den Einfluss der Ernährung auf unseren Körper geforscht. Das Ergebnis: „Wir bieten Hilfe zur Selbsthilfe. Mit unserer Unterstützung können sie mehr Eigenverantwortung für Ihre Gesundheit übernehmen“, wird betont.


Herr Doktor Feil. Welcher Stellungswert hat Ernährung im Leistungssport/ Wie wichtig ist die richtige Ernährung im Sport?

Das Wichtigste für den Erfolg ist ein optimal geplantes Training. Doch gleich danach kommt die richtige Ernährung an Stelle zwei. Die Ernährung kann über einen Sieg und Niederlage entscheiden. Das Essen, das wir zu uns nehmen, ist wie das Benzin, welches man in einen Rennwagen gibt. Mit schlechtem Benzin fährt es sich einfach langsamer.

Welche Vorteile haben Sportler langfristig, die auf die Ernährung achten?

Sportler, die sich gut ernähren und auch mit Nahrungsergänzungen arbeiten sind weniger verletzt, erholen sich nach intensiven Einheiten schneller und sind weniger krankheitsanfällig. Dies ist ein enormer Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Auch haben gut ernährte Leistungssportler meist keine späteren negativen Folgen zu tragen vom Leistungssport. Schlecht ernährte Sportler leiden Jahre später oft an Arthrose oder anderen Schmerzen.

Müssen sich Sportler für den Erfolg ganz strikt an einen Ernährungsplan halten?

Nein, niemand muss sich genau ausrechnen wie viel Kalorien in jedem Essen stecken. Essen soll auch noch Spaß machen und wenn Sportler die meisten unserer Grundsätze beachten, dann sind sie gerüstet, um optimale Leistung bringen zu können. So dürfen sich Sportler auch hochwertige Nachtische gönnen (er lacht…).

Sie reden von Ernährungsgrundsätzen, die ein Sportler beachten sollte. Können Sie die wichtigsten kurz zusammenfassen?

In der Grundernährung ist es sehr wichtig, dass Sportler genügend Eiweiß zu sich nehmen. Meist ernähren sich Sportler oft noch von zu vielen Kohlenhydraten und vernachlässigen das Eiweiß. Deshalb empfehlen wir den Sportlern besonders abends die Kohlenhydrate zu reduzieren und vermehrt Eiweiß zu verwenden. Zusätzlich empfehlen wir unseren Sportlern generell eine entzündungshemmende Ernährung. Eine entzündungshemmende Ernährung beinhaltet viel Fisch, sowie viele Kräuter und Gewürze, außerdem dunkle Schokolade.

Brauchen wir Nahrungsergänzungsmittel im Sport oder reicht eine gute Grundversorgung an Lebensmitteln aus?

Die tägliche Ernährung reicht zur Kräftigung der Sehnen und Bänder sowie zur schnellen Regeneration nach hartem Training nicht aus. Deshalb arbeiten wir für mit Ackerschachtelhalm- und Brennnesselextrakten im Bereich der Bindegewebestabilisierung und für eine optimale Regeneration mit Eiweißdrinks, die mit Zink und Magnesium angereichert sind.
Die Nahrungsergänzungsmittel in der Sporternährung, von denen ich spreche, sollen den aktuellen Bedarf des jeweiligen Sportlers ergänzen und haben rein gar nichts mit nicht erlaubten Maßnahmen, die unter den Begriff Doping fallen, zu tun.

Herr Dr. Feil, vielen Dank für das Gespräch und die vielen Hinweise zu dieser Thematik.

Mehr Informationen zu dem Thema Sport und Ernährung unter : www.dr-feil.com
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Annett Deistung (HarzWusel) aus Nordhausen | 03.12.2011 | 16:14  
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