Super-Moto: Die PS-starken Schlafmützen aus Meinigen

Die PS-starken Fahrer vom Schlafmützen Club Meiningen: Peter Kessel, Thomas Welsch, Bernd Rosemeier, Martin Scholze und Frank Wittiber mit zwei Super-Moto-Maschinen. (v.l.) Foto: Andreas Abendroth
Alkersleben: Flugplatz | PS-starke Schlafmützen

Fünf Männer, ihre Maschinen, ihr Hobby / Super-Moto Deutsche Meisterschaft auf dem Flugplatz Arnstadt-Alkersleben

Von Andreas Abendroth

MEININGEN. Ich treffe auf Pjotritsch, Witti, Marddina, Bärrd und Der Lange. Hinter den Spitznamen verbergen sich die Fahrer des SMC - Schlafmützen Clubs aus Meiningen. Ihr gemeinsames Hobby ist das Fahren in der Super-Moto-Klasse. Doch zunächst klärt mich Frank Wittiber über den kuriosen Clubnamen auf: „Eigentlich stehen die Buchstaben SMC für Super-Moto-Club. Doch wie es im wahren Leben so ist, manchmal wird es immer ruhiger im und um den Club. Keiner ergreift wirklich die Initiative. Und so haben wir uns in Schlafmützen Club umgetauft.“
„Jeder von uns war ein Individualist, hat sein eigenes Ding gemacht, für sich geschraubt. Irgendwann, so vor zehn Jahren, lernte man sich durch Zufall kennen. Oh, der fährt ja auch Super-Moto…“, beschreibt Peter Kessel das Zusammenfinden der Motorradpiloten.

„Super-Moto ist eine unkomplizierte Sportart, bei der man schnell Mitstreiter findet.“, Frank Wittiber vom SMC Meiningen

Super-Moto ist ein noch sehr junger Motorradsport. Er wird seit 1985 in Europa betrieben, gilt in Deutschland noch als Randsportart. Genaueres erklären mir Martin Scholze und Thomas Welsch: „Beim Super-Moto wird mit Motorrädern auf der Straße und im Gelände gefahren. Der Asphaltanteil liegt dabei bei rund 80%, der Offroadanteil bei 20%. Der Hauptunterschied zu Enduro- und Motocrossmaschinen liegt in der Verwendung von Straßenreifen oder Slicks auf kleineren aber breiteren Felgen.“
Danach erfahre ich noch, dass die Clubmitglieder wechselnde Maschinen fahren. Die Leistung liegt zwischen 60 und 80 PS bei 450 bis 690 Kubikzentimetern. Betont wird außerdem, dass es sich um einen Freizeitsport im Amateurbereich handelt. „Bei uns geht es nicht um Sekunden, sondern um den Fahrspaß, die Freundschaft und Hilfe untereinander“, Bernd Rosemeier.

Da es in Thüringen keine Super-Moto-Strecke gibt, ist man viel in den angrenzenden Bundesländern unterwegs. Man trifft sich zu verschiedenen Amateurrennen. So beim Super-Moto auf dem Harzring und bei Driftcups. Außerdem zeigen die Männer ihr fahrerisches Können bei Shows auf Messeveranstaltungen. Da die Motorräder zumeist Straßenzulassungen besitzen und sich unkompliziert umrüsten lassen, sind die Meininger in den Sommermonaten fast jedes zweite Wochenende unterwegs. „Dann natürlich auch mit unseren Familien“, so Frank Wittiber.

INFORMATIONEN:

- Mehr Informationen zum Schlafmützen Club unter www.smc-meiningen.de.
- Internationale Deutsche Meisterschaft Super-Moto, Meisterschaftslauf, 1. und 2. Juni 2013 Flugplatz Arnstadt-Alkersleben (Ilm-Kreis)
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