Torjubel als Ruhestörung - Der Leserbrief zum Fußball-Event

Kamsdorf: Gemeinde | Torjubel als Ruhestörung empfunden

Public Viewing wurde in Kamsdorf verhindert

KAMSDORF. Der Allgemeine Anzeiger berichtete in seiner Ausgabe vom 17. Juni unter dem Thema „Hier feiert Thüringen” über Public Viewing in ganz Thüringen. Was in den größeren Orten als gemeinsame Feier begangen wird, stößt anderenorts auf Ablehnung.

Zu diesem Thema erreichte uns ein Leserbrief von Heiko Merkl aus Kamsdorf.

„Mit Wehmut las ich Ihren Artikel vom Samstag, 17. Juni, ganz Thüringen feiert die Deutsche Fußball Nationalmannschaft. Leider ist das nicht uneingeschränkt möglich, wenn alle zwei Jahre ein Fußball Höhepunkt mit deutscher Beteiligung stattfindet. Ohne groß nachzudenken über eventuelle Folgen begannen 10 Fußballverrückte ihre eigene „Großbildleinwand” zu basteln. In einen Garagenhof wurden die letzten drei Garagen, mit Absprache der Pächter, in eine Fanmeile umfunktioniert. Was gibt es schöneres, als unseren Deutschen Kickern im Familienkreis, mit Freunden, Kindern und Enkelkindern - praktisch vor der eigenen Haustür die Daumen zu drücken. Nach dem 1:0-Sieg unserer Jungs im ersten Gruppenspiel war die Freude bei uns richtig groß. Doch bereits am nächsten Tag wurden wir eines besseren belehrt.

Auf Grund einer Beschwerde eines einzelnen Bürgers, auf dem zuständigen Gemeindeamt, mussten wir leider unsere Fanmeile wieder abbauen. Trotz eines Gespräches mit dem zuständigen Amt, kam es leider zu keiner Einigung.

Unter Androhung von Strafen durch das zuständige Ordnungsamt an einen einzelnen Fußballfan ist dies für alle Freunde des Deutschen Fußballs nicht nachzuvollziehen. Auch wenn hier die Gesetzeslage auf der Seite der Gemeinde ist, hätte man ein wenig Feingefühl einbringen können. Zumal die gesetzliche Zeit der Ruhestörung eingehalten wurde und ein polizeilicher Einsatz nicht notwendig war. Das bei einen Treffer der Deutschen Elf natürlich ein Torjubel nicht aus bleibt ist wohl für jeden verständlich.

Leider ist am Ende festzustellen, hätten die Fußballfans Bergmannskleidung und nicht das Deutsche Nationaltrikot übergezogen, dann hätte man bestimmt „ZWEI” Augen zugedrückt. Hier meine ich Herr Bürgermeister; Null Tolleranz für den Fußball in „Ihrer” Gemeinde.
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