Die Münzsammler - Sammelleidenschaft vom Altertum bis zur Neuzeit

Eine Neuheit ist eine Gemeinschaftsausgabe Frankreich/Deutschland zum 50. Jahrestag des Elyseevertrages. Foto: Andreas Abendroth
Die Münzsammler

Sammelleidenschaft vom Altertum bis zur Neuzeit


RUDOLSTADT. Kennen sie noch den Kulturbund? Ein Zusammenschluss von Bürgern mit den gleichen Interessengebieten. Eine Ortsgruppe gibt es auch heute noch in der Schillerstadt Rudolstadt. Beispielsweise beschäftigen sie sich mit Ornithologie und Artenschutz, Philatelie und Numismatik.
„Wir Münzsammler oder korrekt Mitglieder der Fachgruppe Numismatik, werden zwar immer älter, aber unser Wissen ist auch weiterhin gefragt“, so Hans Kurt Kühn, von der Fachgruppe.
Im April dieses Jahres besteht die Fachgruppe seit 46 Jahren. Die Gründung erfolgte 1967. Doch die Münzsammler treffen sich nicht nur im „stillem Kämmerchen“. „Immer wieder landen wir zu Sammlerbörsen ein. In diesem Jahr zur 29. Auflage“, berichtet Hans Kurt Kühn.
Doch eine Sammlerbörse betrifft nicht nur den Sammlerbereich der zumeist runden Metalllegierungen und Scheiben. Man holt sich die Freunde der gezackten Marken und Ersttagsbriefe mit ins Boot. „Wir wollen Vielfalt zeigen. Dazu gehören auch Orden, Geldscheine und Ansichtskarten“, wird betont.
Die Veranstaltung erweckt ein großes Interesse. Weit über die thüringische Region hinaus. So reisen Sammler aus den verschiedensten Bundesländern an. Dazu kommen die Gäste, welche oftmals mit ihren Schätzen – kompletten Sammlungen – anrücken. „Bewertungen bieten wir natürlich als kostenlosen Service an. Aber auf Grund des Veranstaltungsrahmens nur im geringen Umfang“, wird ausgeführt. Für komplette Sätze sollte lieber einmal ein späterer Termin vereinbart werden.

Zum Schluss gibt Hans Kurt Kühn noch drei Tipps an die Leser des Allgemeinen Anzeigers.

1. Münzen und Medaillen muss man trennen. Erstere sind ein Zahlungsmittel. Die Ausgabe von Münzen ist ein Vorrecht des Staates. Medaillen dagegen können auch von Privat hergestellt und verbreitet werden.

2. Medaillen besitzen zumeist nur ihren Materialwert. Oft angepriesene Wertsteigerungen sind nur ein Lockmittel.

3. In letzter Zeit tauchen oft 2-Euro-Münzen auf, welche vergoldet oder coloriert wurden. Diese sind kein offizielles Zahlungsmittel. Auf der Grundlage der EU-Verordnung Nr. 1210/2010 darf die Deutsche Bundesbank ihr vorgelegte Münzen ersatzlos einbehalten und muss diese der Vernichtung zuführen.

HINWEIS:
- Die nächste große Sammlerbörse findet am 7. April, in der Zeit von 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr im Stadthaus „Deutscher Krug“ in Rudolstadt statt.
- Die Numismatikertreffen sich am 1. und 3. Dienstag im Monat, um 17.00 Uhr, in der AWO-Begegnungsstätte am Markt in Rudolstadt.
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