Engagement über den Tellerrand: Das Indienprojekt

Das Indienprojekt wird von Bad Blankenburg aus unterstützt. Fotos: Roberto Burian
Von den Slums in die Fischerdörfer

Zwei Helferteams unterwegs in Indien - Bildungszentrum feiert 2. Jahrestag

Von Roberto Burian

BAD BLANKENBURG. Zum ersten Mal sind es zwei Teams, die sich in diesem Jahr auf die Reise nach Indien begeben haben. Die 15 Mitglieder kommen aus Thüringen und Sachsen-Anhalt und sind nicht nur altersmäßig bunt zusammengemischt. Während Projektleiterin Susanne Chmell bereits das achte Mal vor Ort ist, gehören auch ihr Bruder Daniel und seine Frau Barbara oder Jacqueline Bergemann aus Königsee schon zu den "alten Hasen". Letztere ist die Schwiegertochter des verstorbenen Dieter Bergemann, Mitgründer des Indienprojekts.

Über 100 000 Euro wurden seit Beginn der Hilfsaktion dafür durch Spenden, vorwiegend von Bürgern, Unternehmen, Bildungsträgern und Vereinen aus dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, sowie durch die Unterstützung der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Blankenburg, aufgebracht. Während die erste Truppe am Anfang die Arbeit von Intermission in den Slums von Mumbai unterstützte, sind sie mittlerweile gemeinsam in Machilipatnam und den Fischerdörfern tätig. Man habe dort zuerst Familien besucht, deren Hab und Gut verbrannt ist, um Hilfe zu leisten, teilte Susanne Chmell per E- Mail mit.

Danach gab es eine zweitägige Konferenz, bei der 200 Gemeindeleiter aus den Fischerdörfern zusammenkamen, um sich weiterzubilden und Möglichkeiten auszuloten, wie das Bildungszentrum konkrete Hilfe leisten kann, um den Bewohnern eine bessere Lebensgrundlage zu schaffen. Aufgeführt wurde auch ein Aufklärungsfilm, welcher den Titel "Zenja" trägt und das Schicksal eines jungen Mädchens aufzeigt, das von Eltern in einem Fischerdorf an eine Bande verkauft wurde, in der Annahme, dass ihre Tochter eine Chance auf eine Ausbildung bekommt, um dann in der Zwangsprostitution zu landen. Immer wieder fallen arme Menschen auf die leeren Versprechungen fein gekleideter Herren herein. Durch diesen Film erhoffen sich die Helfer, dass alle Dörfer im Umfeld von Machilipatnam vor solchen Banden gewarnt werden, so Chmell. Aufregend wurde es für die Schüler des „ Friedrich Fröbel Bildungszentrum“. Diese präsentierten den Gästen ein gigantisches Programm mit Gesängen und Tänzen, anlässlich des 2. Jahrestages ihrer Schule. Inzwischen haben alle Abschied von den Kindern genommen. Während sich die erste Gruppe wieder in Richtung Heimat begibt sind die anderen auf dem Weg nach Mumbai.

Wer mehr über die Reise wissen möchte, im Internet unter: www.indienprojekt.de
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