Faschingsdienstag der letzte Tag der Fünften Jahreszeit

http://www.youtube.com/watch?v=sBf3l1jMfGo

Müsse mer se reinlasse?

Mia fällt oin Oi aus meine Hos -
die Jecke, die sind wieder los!

Tätä tätä tätä!

Herzlich willkommen zur gefährlichsten Jahreszeit - dem Karneval.

Volle Straßen mit noch volleren Menschen, die sich knollige, rote Papprunkeln in die Fresse flantschen, den Schlüpfer über die Rübe ziehen und laut an der Tankstelle "Ole, wir fahren in'n Puff nach Barcelona" gröhlen, während sie mit dem Oberkörper schon über dem Ölauffangbecken hängen.

Frustrierte Beamte schütten sich so lange "Schlüpfer-Stürmer", " Sockenqualmer" oder andere Phantasie-Alkoholika auf Spiritusbasis in den Hals, bis man mit ihrem Blut ein Moped antreiben könnte.

Egal, ob einem gerade der Dackel vom Balkon gefallen ist, das rechte Bein amputiert wurde oder man einfach nur aus Gründen der Individualitätspflege nicht am kollektiven Frohsinndiktat teilnehmen möchte – wer dieser Tage die Straße allein und nicht in einer Polonaise überquert, ist ein doofer Spielverderber und stinkt.

Und schon jetzt läuft mir ein Schauer über den Rücken, wenn ich daran denke, wie oft man mir wohl in diesen Wochen im Fernsehen vorsingen wird, daß "der Erwin der Heidi von hinten an die Titten fasst“ (Ja, es sind die Titten, nicht die Schultern, bitte glauben Sie mir.)

Auf jedem Sender wird ein Humor-Exekutions-Kommando namens Elferrat tagen, die Köpfe bedeckt mit diabolisch dreizackigen Witzableitern.

Mainz wird leider weiter Mainz bleiben, selbst wenn dort schon lange keiner mehr singt oder lacht.
Und auch dieses Jahr werden wir - wahrscheinlich - wieder einmal den Dom in Kölle lassen.

lOOOO mal wird ein ulkiges Tätä als Satzabschlusszeichen ertönen, was in Wirklichkeit nicht mehr bedeutet als "Hallali, der Witz ist tot"?

Übrigens, wissen Sie, was diese ständig herum schwirrender Begriffe in der Zeit von November bis Aschermittwoch bedeuten, na dann werde ich Ihnen mal die meist gebrauchten erläutern:

DIE ZOTE:
(siehe auch "Versauter Witz")
dieser schmieriger Scherz aus dem Uro - Genitalbereich, bevorzugt vorgetragen von besoffenen Messegästen oder verklemmten Spießbürgern, die sich nicht trauen, laut das Wort "ficken" auszusprechen und deshalb ihre Umwelt mit schlüpfriger Zweideutigkeit belästigen.

DER TUSCH:
ist ein akustische Aufforderung zu künstlichem Gelächter und Zwangsapplaus.
Markiert die Stelle im Text, wo eine Pointe hätte sein können.

SCHUNKELN:
ist eine Tätigkeit. Arhythmisches Hin- und Hergeruckel nebeneinandersitzender Gummizellenbewohner (siehe auch "Rinderwahnsinn"):
Erinnert an ein Altenheim zur Mittagszeit, in dem 80% der Patienten der Katheter geplatzt ist.

RIO DE JANEIRO:
ist ein zauberhafter Ort aus der Sagenwelt.
Wo nach der Vorstellung lüsterner Abteilungsleiter, das ganze Jahr über nackte Exotinnen durch die Fußgängerzone tanzen, die vom Sex mit dicken Touristen träumen.

KONFETTI:
ist die bunte Jeckengehirn-Nachbildung in Orginalgöße.
(Querverweis "Gehirn: rudimentär entwickeltes Restorgan im Schädel, ungefähr 15 cm über der Bier-Einfüllöffnung. Funktion unbekannt.")

GOTTLIEB WENDEHALS:
ist eine dieser tragische Witzfiguren aus dem RTL eignen australischen Studiocamp in Köln – Kalk, oder Nippes, in karierter Jacke mit Aalschleim im Haar.
Der für die Erfindung der Polonäse Blankenese von allen Göttern dazu verflucht wurde, bis ans Ende seiner Tage auf dem Boden herumzurutschen und doofe Lieder zu johlen, die niemand hören möchte. Eng befreundet mit einem Gummihuhn.

DAS FUNKENMARIECHEN:
ist eine als Tanzdarbietung getarnte Aufgeilmöglichkeit für sabbernde Päderasten.
Blutjunge Mädchen präsentieren Bein und Schlüpfer zu flotter Marschmusik.
In kinderarmen Regionen häufig ersetzt durch überbreite Hausfrauen mit Plockwurststelzen in Satin-Pelle.

Zusammenfassend ist zu sagen!!
Keine Kugel, kein Knoblauch - und kein Kruzifix kann uns helfen, wenn die Zombies der Heiterkeit einmal im Jahr aus ihren miefigen Gräbern der Bürgerlichkeit aufsteigen, um uns in ihr Reich zu schunkeln.
Wenn Sie das alles es überstehen wollen:
Verhalten Sie sich schön unruhig, lassen Sie zur Tarnung eine Luftschlange aus der Hose hängen und beten Sie, dass uns die Regierung niemals den Aschermittwoch wegkürzt.

Textmix von Oliver Kalkofe, der es auch schon fertigbrachte das er unter Polizeischutz aus dem Veranstaltungssaal gebracht und diese Sitzung vorzeitig beendet wurde!

http://www.youtube.com/watch?v=CBG7GtQnPtI
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6 Kommentare
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Gunter Linke aus Saalfeld | 21.02.2012 | 14:46  
2.250
Ulf Wirrbach aus Gotha | 21.02.2012 | 14:57  
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Petra Seidel aus Weimar | 21.02.2012 | 15:19  
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Renate Jung aus Erfurt | 21.02.2012 | 16:56  
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Karin Jordanland aus Artern | 21.02.2012 | 19:47  
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Gunter Linke aus Saalfeld | 21.02.2012 | 23:34  
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