Garten der Vielfalt: Kräutertag am 20. Juli im Kräutergarten Dröbischau mit dem Ehepaar Eisenhut

Wann? 20.07.2014

Wo? Kräutergarten, Dröbischau DE
Edeltraud Eisenhut erfreut sich am Duft des Lavendels.
Dröbischau: Kräutergarten | „Der feine aromatische Duft von Lavendel, Salbei, Melisse und Minze liegt in der Luft“, sagt Edeltraud Eisenhut. „Wer durch das hölzerne Eingangsportal tritt, kann die Welt unserer einheimischen Kräuter erkunden. Schmale Wege führen zu den verschiedenen Pflanzen, von denen viele erst bei Berührung ihre ätherischen Öle freisetzen.“

Auf der ehemaligen „Bockwiese“ (sie gehörte immer dem Bauern im Ort der einen Ziegenbock hatte) oberhalb von Dröbischau befindet sich heute der größte Kräutergarten der Region. Er ist für jeden zugänglich. Mehr als 100 verschiedene Heil- und Küchenpflanzen gedeihen in dem liebevoll angelegten Garten. Diese kleine, grüne Oase wird von Edeltraud und Horst Eisenhut gepflegt - seit mehr als 15 Jahren.

Kräuter und deren Wirkung haben für Edeltraud Eisenhut schon immer einen hohen Stellenwert. Ganz gleich ob es sich um Brennesseln, Arnika, Ringelblume, Wegwarte, Thymian oder Beinwell handelt - sie kennt für alles eine Verwendung. So auch für Blutwurz. „Der hilft gut für den Magen und wenn die Zähne nicht mehr ganz so fest sitzen.“ Sie fertigt auch Salben an, das Wissen dazu hat sie auf Kräuterlehrgängen erhalten.

Unzählige Stunden ist das Ehepaar im Kräutergarten tätig, geht dazu bis zu Viermal pro Woche den Anstieg hinter dem Dorf hinauf. Im Garten müssen Sträucher und Bäume gepflegt und auf den Beeten das Unkraut gejätet werden. Und bei großer Hitze heißt es dann auch noch gießen, gießen, gießen. „Sehr viel Arbeit fällt im Frühjahr an. Da muss ich erst einmal Bestandsaufnahme machen und feststellen, welche Pflanzen sich wo von selbst wieder ausgesät haben. Denn hier in Dröbischau wird nichts geerntet sondern dem Naturkreislauf überlassen“, erklärt die 70-Jährige. Der Kräutergarten soll vor allem zur Anschauung dienen. Jede Pflanze ist mit einem Schild gekennzeichnet, das Wissenswertes vermittelt. Es gibt auch Führungen für Schulklassen und interessierte Besucher.

Zum 2000 Quadratmeter großen Anwesen gehören neben dem Kräutergarten auch noch ein Bauerngarten mit verschiedenen Getreidesorten und ein kleiner Park mit Bäumen und Sträuchern. Diese spenden für eine Sitzgelegenheit Schatten. „Ich habe es Heidepark genannt, da viel Heidekraut wächst“, sagt Horst Eisenhut. Nach getaner Arbeit genießen hier Edeltraud und Horst gerne das Ambiente und lauschen den Klang der Vögel.

„Wir hängen sehr an diesem Garten, haben ihn mit viel Liebe gepflegt und sind stolz darauf, das unserer Ort diese Erholungsoase hat. Da wir immer älter werden, fällt uns die viele Arbeit zunehmend schwerer. Wir hoffen sehr auf Unterstützung. Leider hat sich bisher noch keiner gefunden, der diesen Kräutergarten, der dem Heimatverein Dröbischau gehört, weiterführt.“

Termin: 20. Juli, 14. Dröbischauer Kräutertag und 22 Jahre Kräutergarten, organisiert vom Heimatverein Dröbischau
- ab 12 Uhr Führungen durch den Kräutergarten
- Schippelsuppenessen mit frischem Gemüse und Kräutern
- Musikalische Umrahmung mit der Blaskapelle Altenfeld
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2 Kommentare
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Hannelore Grünler aus Artern | 09.07.2014 | 13:39  
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Renate Jung aus Erfurt | 09.07.2014 | 13:48  
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