Pulso-Antrieb: Technik von damals - heute funktionstüchtig nachgebaut

Geschwenda: Flugplatz MFC | Die Jungs vom MFC Geschwenda haben einen ferngesteurten "Marschflugkörper", der Antrieb erfogt mittels Pulso-Rohr, nachgebaut.

Die Ursprüngliche Entwicklung stammt aus den frühen 1940ern.

Die ersten Flugversuche wurden übrigens mit dem Standard-Schuldoppeldecker der Luftwaffe Gotha Go145 unternommen.

Zur Technik:

Das Pulsorohr wird mit Pressluft angelassen.
• Luft strömt durch ein Rückschlagventil (Flatterventil) in den Brennraum und wird dort mit Treibstoff vermischt und gezündet (Zündkerze/Wunderkerze).
• Dadurch entsteht ein Überdruck der das Ventil schließt.
• Das heiße Gas kann nur noch durch eine offene Abgasdüse am hinteren Ende des Brennraumes entweichen.
• Durch die Trägheit des beschleunigten "Gaspaketes" entsteht im Brennraum ein Unterdruck der das Ventil öffnet und Frischluft ansaugt.
• Daraufhin wiederholt sich der Vorgang, sofern die Länge des Abgasrohres richtig (Resonanz) abgestimmt ist.
• Heiße Restgase im Rohr sorgen für eine erneute Zündung
Das Triebwerk läuft nun im Leerlauf mit brummendem Geräusch. Nach kurzer Zeit wird der Abgasbereich so heiß, dass eine externe Zündung nicht mehr notwendig ist (Selbstzündung).
Der Schub im Stand ist relativ gering. Das macht normalerweise einen Katapultstart notwendig. Durch den Staudruck im Lufteinlauf während des Fluges steigt der Schub dann erheblich an.
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1 Kommentar
Andreas Abendroth aus Saalfeld | 22.08.2011 | 07:39  
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