Studie: Schlechte Chancen für ältere Arbeitslose

Trotz des Wirtschaftsaufschwungs haben ältere Arbeitslose nach wie vor schlechtere Jobchancen als jüngere Menschen. Das geht aus einer vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) veröffentlichten Studie des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen hervor, über die die Tageszeitung "Welt" und "ARD-exclusiv" (beide Mittwoch) übereinstimmend berichten.

Fazit der Untersuchungen für den neuen "Altersübergangsreport" des DGB: Unternehmen bevorzugen bei der Neueinstellung nach wie vor jüngere Bewerber. Der Anteil der neu eingestellten Älteren ab 50 Jahre an allen Einstellungen habe 2009 mit 13 Prozent nur halb so hoch wie der Anteil Älterer an den Beschäftigten von 26 Prozent gelegen. Zudem gehe bei den über 50-jährigen die Zahl der neu Eingestellten mit jedem Lebensjahr zurück, berichtet die "Welt".

Aktuell steige die Arbeitslosigkeit der Älteren über 55 Jahre mit plus 1,5 Prozent Ende Juli bereits wieder an, während die allgemeine Arbeitslosigkeit mit einem Minus von 7,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr noch zurückgehe. "Die Studie ist ein weiterer Beleg, dass ältere Arbeitslose noch immer extrem schlechte Chancen am Arbeitsmarkt haben", sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach der Zeitung.

Professor Matthias Knuth vom IAQ wird von "ARD exclusiv" mit den Worten zitiert: "Der Abstand zwischen Älteren und Jüngeren hat sich praktisch nicht verändert." Zwar seien absolut mehr Ältere eingestellt worden als noch vor zehn Jahren. Dies sei aber darauf zurückzuführen, dass es heute auch deutlich mehr Ältere als früher gebe. Jenseits dieses statistischen Effekts gebe es fast keine Änderungen. (dpa)
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