Sympathische Orgelpfeifen oder zu neuem Leben erweckt

Die beiden Kirchenältesten Regina Schreiber und Marion Zapf (v.l.) präsentieren stellvertretend für viele Unterstützer zwei alte Orgelpfeifen vor der restaurierten Königin der Instrumente. Foto: Andreas Abendroth
Sympathische Orgelpfeifen oder zu neuem Leben erweckt

Eine Kirchgemeinde und ihr Marathon rund um die Orgelsanierung

Von Andreas Abendroth

WEISCHWITZ. „Der Zimbelstern an unserer Orgel dreht sich wieder“, verkündet mit ein wenig Stolz in der Stimme die Kirchenälteste Marion Zapf.
Das alte und zugleich neue Instrument trägt jetzt wieder zu Recht die Bezeichnung „Königin der Instrumente“.
„Es ist keine mächtige, große Orgel, wie in einem Dom. Aber sie passt in unsere Dorfkirche und sie klingt wieder harmonisch“, so Regina Schreiber von der Kirchgemeinde.
Die beiden Frauen betonen aber auch, dass viele ihren Beitrag geleistet haben, dass die seltene Barockorgel im goldverzierten Glanz erstrahlt. Besonders gelobt wird immer wieder der Orgelbauer Frank Peiter.
Doch bis zur Orgelweihe war es ein langer und dazu oft ausweglos scheinender Weg. „In einem Gutachten von 1997 wurde sie als „noch eingeschränkt bespielbar“ eingestuft. Sie hielt noch zehn Jahre durch. Dann fiel während einer Trauerfeier auch noch der Motor aus“, berichtet Regina Schreiber.
Was dann folgte, beschreiben die Frauen mit einem Hindernislauf mit Marathoncharakter. Wie soll eine Kirchgemeinde mit 57 Gläubigen die finanziellen Mittel für eine Totalrestaurierung aufbringen? „Immer wieder wurden unsere Förderanträge abgelehnt. Manchmal dachte wir, dass schaffen wir nie“, berichtet Marion Zapf. Seit 2007 sparte man berites das Kirchgeld zur Orgelsanierung an. Mit viel Unterstützung kamen zu guter Letzt die 30000 Euro zusammen. Vor wenigen Tagen erfolgte die Abnahme des Instruments. Im Gutachten wird die vorbildliche Restaurierung, welche viel Einfühlungsvermögen erforderte, gelobt.
Und die beiden Kirchenältesten stehen stellvertretend für die vielen Unterstützer an ihrer Königin und freuen sich darauf, dass 217 Pfeifen wieder den Kirchenraum mit Wohlklang erfüllen.

INFOKASTEN:
Im Inneren der Weischwitzer Kirche sind noch weitere Sanierungsarbeiten notwendig. Deshalb möchte die Kirchgemeinde die alten Originalpfeifen der Barockorgel an Liebhaber gegen eine Spende abgeben.
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