Beeindruckend: Garten des ewigen Glücks öffnet seine Türen. Wie gefällt er Ihnen?

  Weißensee: Chinesischer Garten | Thüringen hat neben einem japanischen Garten ab sofort auch einen chinesischen. Was lange nur in Bruchteilen zu erspähen war, ist jetzt öffentlich zugänglich und lädt zum Spaziergang ein. Selbst der chinesische Botschafter WU Hongbo ließ es sich nicht nehmen und kam zur feierlichen Eröffnung.

Der "Gartens des ewigen Glücks", wie er benannt wurde, erstreckt sich über 5400 Quadratmeter auf dem Gelände des Johanniterhofes. In vier Monaten haben die chinesischen Arbeiter aus Shanghai, die am 23. September heimkehren, einen Garten geschaffen, den Weißensees Bürgermeister Peter Albach als begehbares Kunstwerk bezeichnet. "Die Hanglage, die Pagode im Teich. Meines Wissens gibt es sowas in Europa bisher nicht." Vergleichbares ist in Deutschland und Europa nicht zu finden, denn die Größe, Gestaltung, Kunstausstattung sowie der Weg zum Seepavillon durch die Stadtmauer und Kastanienbaumallee sind in diesem Ensemble einzigartig.

Empfangen wird man von zwei Löwen am großen chinesischen Eingangstor. Danach folgt ein barrierefreier, geschwungener Weg bis zum Hochzeitspavillon. Ein Rinnsal fließt in den Teich, der unter anderem mit Regenwasser vom Kirchendach gefüllt wird. Bambus, Pavillons in chinesischer Architektur sowie Skulpturen und Wandreliefs mit besonderen Motiven beeindrucken. Wie der Garten jedem einzelnen Besucher gefällt, kann er ins Gästebuch schreiben. Und Bürgermeister Albach hofft auf einen regen Besucherstrom. Umstritten ist das Gartenprojekt in der Stadt weiterhin. Folgekosten für die Pflege und Erhaltung sind zu stemmen, wird angemahnt. Zwei Euro Eintritt sind ein Beitrag dazu.

Zur Eröffnung sagte Thüringens Bauminister Christian Carius: „Der chinesische Garten ist ein Impulsprojekt für die Region. Für die Stadt Weißensee ist ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen worden, das gleichzeitig eine wichtige städtebauliche Funktion ausübt. Dieser Garten steigert die Attraktivität der mittelalterlichen Stadt und erschließt ihr bedeutsames kulturelles und historisches Erbe. Möge er sich stets als ‚Glücksbringer’ für Weißensee erweisen. Der Aufenthalt in Weißensee ist mit diesem Garten um eine Attraktion reicher. Er lädt ein zum Verweilen in einer Stadt, die nebenbei auch noch das älteste Reinheitsgebot für Bier aufweist. Geschichte, Tradition und das enge Nebeneinander von Mensch und Natur – dafür steht Weißensee und dies wird gerade auch im chinesischen Kulturkreis geschätzt. Mögen viele hier verweilen und Zeit finden, sich auf eine mittelalterliche Entdeckungsreise in Weißensee und ganz Thüringen zu begeben.“

Zahlen und Fakten zum Garten:
• Gestaltung: 13 Wandreliefs, 26 Skulpturen (unter anderem Affen und Löwen)

• Pflanzen: unter anderem Zypressen, Kiefern, Bambus, Mammutbaum (Chinesisches Rotholz), Zierapfel und Scheinbuche (Nothofagus Antarctica)

• Hauptelemente: Teepavillon, Laubengang, Hochzeitspavillon, Teich, Wasserpavillon, Seepagode (hinter einem weiteren Tor Ausstellungsflächen)

• in China hergestellt: Holzkonstruktionen, Skulpturen, Dachziegel etc.

• Planung: Gartenarchitekten Jens-Christian Wittig zusammen mit chinesischen Gartenexperten

• Kosten: 2,8 Millionen Euro bei 80 Prozent Förderung

• Weitere Informationen zu den einzelnen Elementen unter www.weissensee.de

• Öffnungszeiten: bis 30. Oktober samstags und sonntags jeweils von 10 bis 17 Uhr (Eintritt: 2 Euro, ermäßigt 1 Euro)

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6 Kommentare
Sandra Rosenkranz aus Sömmerda | 21.09.2011 | 09:30  
Sandra Rosenkranz aus Sömmerda | 23.09.2011 | 08:58  
Sandra Rosenkranz aus Sömmerda | 23.09.2011 | 14:19  
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Detlef Röth aus Sömmerda | 23.09.2011 | 14:50  
Sandra Rosenkranz aus Sömmerda | 23.09.2011 | 14:53  
1.851
Manuela Deutschland aus Sömmerda | 17.06.2012 | 20:19  
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