Kur für den schiefen Turm

Bad Frankenhausens Bürgermeister Matthias Strejc ist froh über den Beginn der Sicherungsmaßnahmen am "Schiefen Turm". Zwei Wochen sollen die Arbeiten dauern.
Im Herzen der Bewohner von Bad Frankenhausen hat er längst einen festen Platz: Der Oberkirchtum, der durch seine unübersehbare Schieflage über die Kurstadtgrenzen hinaus zu einer Berühmtheit geworden ist. Das 56 Meter hohe Bauwerk ist sogar der höchste schiefe Turm der Welt und zieht immer mehr Touristen in seinen Bann. Allerdings ist er bestandsgefährdet, stand schon kurz vor dem Rückbau.

Mit der Übernahme durch die Stadt im vergangenen Dezember ist dieses Vorhaben vom Tisch. Vorerst. Bis zum Jahr 2014 muss das nötige Geld zusammengetragen sein, um den Turm dauerhaft mit Stützpfeilern zu sichern. Sonst droht der Abriss.

Bürgermeister Matthias Strejc zeigt sich zuversichtlich: „Es sollte uns eigentlich gelingen, die Mittel durch Spenden aufzutreiben. Außerdem hoffen wir auf Fördermittel vom Bund.“ In ihrer Vision sehen die unzähligen Turm-Befürworter in ein paar Jahren ein standfestes, bleibendes Bauwerk, das sogar erleb- und begehbar wird, das Raum für Kultur und Veranstaltungen bietet.

Der Weg zu diesem großen Ziel beginnt in dieser Woche mit den ersten Sicherungsmaßnahmen. Eine Spezialfirma rückt mit ihren Kränen an und wird einen gerissenen Ringanker, das ist ein Zugband, erneuern. Ein anderer wird verstärkt. Die Schieflage des Turms hatte das Reißen des Bandes zuvor jahrelang vorangetrieben. Ein weiteres Vorhaben in diesem Zusammenhang: Eine beulenartige Ausbuchtung am Mauerwerk soll mit einem Netz gesichert werden. Schon im Juni gehen die Sicherungsmaßnahmen weiter, dann wird ein kleiner, entstandener Hohlraum wieder aufgefüllt. Diese ersten Sicherungsmaßnahmen kosten 100 000 Euro, Geldgeber hierfür sind jeweils zur Hälfte der Förderverein und die Stadt. Und sie kämpfen weiter, dass Bad Frankenhausen sein Wahrzeichen behält.
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