Mein Museum: Das Dreyse-Haus in Sömmerda

Dr. Ulf Molzahn leitet Museum und Stadtarchiv, studierte Geschichte, Kunstgeschichte und Museologie und promovierte zum Thema „Sächsischer Adel“.
 
Das Adelsdiplom des Nikolaus von Dreyse, einer der beiden berühmten Söhne der Stadt.
Sömmerda: Dreyse-Haus | Mit Dr. Ulf Molzahn unterwegs im Dreyse-Haus in Sömmerda:

Was gibt es Musehenswertes?


In der Stadt Sömmerda lässt sich an mehreren Orten Museales entdecken. Ausgangspunkte für eine Entdeckungsreise könnten dabei zwei Kunstwerke sein, die Stadtgeschichte erlebbar machen: In POMONA und Fortuna geben Figurengruppen zahlreiche Hinweisen auf die Entwicklung vom Siedlungsplatz über die Ackerbürgerstadt zum modernen Industriestandort. Das sind seit der frühen Bronzezeit fast 4000 Jahre Geschichte. Einzelne archäologische Funde sind sogar noch älter.

Vom Ausgangspunkt führt der Weg über insgesamt drei Kulturwanderwege an Museumswertes: Der GeDenkZeichenweg zur Stadtgeschichte verläuft durch die Altstadt und entlang einer der längsten erhalten gebliebenen Stadtmauern in Thüringen an den Türmchen und Toren entlang. Er verbindet die Museumsstandorte Salzmann-Haus, Lapidarium und Schau-Depot mit dem Museum im Dreyse-Haus und kreuzt den Kulturwanderweg zur Industriegeschichte von Rheinmetall und Büromaschinenwerk Sömmerda. Als Historisch-Technisches Museum 2005 eröffnet, dem Leben und Werk Nikolaus von Dreyses und der frühen Industriegeschichte der Stadt gewidmet, befindet sich die Einrichtung in der Umgestaltung zum modernen Stadtmuseum.

Warum führt hier kein Weg vorbei?


Keiner der Kulturwanderwege kommt ohne Hinweise auf zwei berühmte Sömmerdaer aus; das sind der Theologe und Pädagogen Christian Gotthilf Salzmann (1744-1811) und der Erfinder, Konstrukteur und Fabrikant Nikolaus v. Dreyse (1787-1867).

Außer der Reihe


Das Dreyse-Haus Sömmerda mit Rosengarten ist ein beliebter Veranstaltungsort. Hier finden das ganze Jahr über Lesungen, Vorträge, Konzerte und wechselnde Ausstellungen statt. Schwerpunkte sind die Themen: Archäologie, Technik- und Industriegeschichte des 19./20.Jahhunderts.

Museum zum Anfassen


Das Museum Sömmerda unterhält ein Schau-Depot mit angeschlossener Werkstatt. Hier arbeiten ehemalige Ingenieure des Büromaschinenwerks ehrenamtlich; d.h. sie warten und pflegen Schreib- und Rechenmaschinen, Computer und Drucktechnik aus über 90 Jahren Produktion am Standort Sömmerda und führen Besucher durch die Sammlungen und übers ehemalige Werksgelände.

Ihr liebstes Stück


Ein Dreyse-Zündnadelgewehr mit dem nachweislich kein Schuss abgefeuert wurde.

Sind auch Kinder museumsreif?


Neben saisonal und mit den Sonderausstellungen wechselnden Angeboten sind das "P(F)undstück, "Klassenraum: Kirche" und der Besuch:" Opa erklärt Technik" im Schau-Depot zum ständigen Programm.

Museumsrundgang


Für einen Besuch im Dreyse-Haus sollten Gäste eine knappe Stunde Zeit einplanen. Unterwegs auf einem der Kulturwanderwege, mit einem Blick auf Museumswertes verlängert sich die Verweildauer.

Museum zum Mitnehmen


Das Museum Sömmerda wird in den nächsten Jahren umgestaltet. Im Zuge der Umgestaltung wird es einen Ausstellungsführer mit Wegeführungen über die Kulturwanderwege geben. Einzelne Pläne und Beschreibungen sind aber bereits über die Touristinformation Sömmerda erhältlich.

Das muss noch gesagt werden


Geschichte erleben in Sömmerda! Herzlich willkommen!





Museum draußen: Figurengruppen im Stadtbild machen auf den Kulturwanderwegen Stadtgeschichte erlebbar.

Mehr Museum


Historisch-Technisches Museum im Dreyse-Haus, Weißenseer Straße 15

Öffnungszeiten:

Montag, Dienstag, Donnerstag 10 bis 18 Uhr, Freitag 10 bis 13 Uhr, Sonntag 14 bis 17 Uhr. (Juni bis August nur am 3. Sonntag des Monats geöffnet.)

Informationen: www.dreysehaus.de
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