Mensch-Tier-Freundschaft

Eine interessante Schulstunde mit Hunden: Nach den ausführlichen Ausführungen zum Umgang mit Hunden durften die Kölledaer
Kölleda: Grundschule | Hundetrainer Mathias Schiecke lässt Taten für sich sprechen




GROßNEUHAUSEN. Nicht viele Kinder wissen, wie man mit einem Hund umzugehen hat. Wie man sich einem Tier, das entlaufen ist, gegenüber verhält und auch sonst sein Wesen zu verstehen mag. Sicher ist auch, dass ausgesetzte oder gequälte Tiere nicht immer sofort und flächendeckend von geschultem Personal abgeholt und in Obhut genommen werden können. Damit unliebsame Zwischenfälle vermieden werden und die Sicherheit insbesondere der Kinder aber auch der Hunde besser gewährleistet wird, hat Mathias Schiecke, Hundetrainer der Agility Trickdogs Hundeschule aus Großneuhausen, gemeinsam mit seinen Vereinsmitgliedern einen Weg gefunden, der ein besseres Verständnis möglich macht.

Sie haben sich als einen wichtigen Teil ihrer Vereinsarbeit das Thema Aufklärung zum Umgang mit Hunden auf die Fahne geschrieben. "Aufklärung ist die wirksamste Methode", so Mathias Schiecke. Damit diese auch wirklich wirksam werden kann, begibt er sich mit Mitstreiterinnen und Hunden in die Schulen, insbesondere im Landkreis Sömmerda, um Aufklärungsarbeit zu leisten. Viele Themen interessieren die Grundschüler. Wie viele Hundearten gibt es? Wo kommen sie her? Wie viel besser ist ihr Geruchsinn als der von Menschen? Viele Fragen werden dem kompetenten Hundetrainer gestellt. Mit viel Geduld und Fachwissen gibt der Hundetrainer Auskunft und erklärt wie wichtig Hunde im Leben eines Menschen sind. Weil sie uns überall begegnen, sollten wir auch wissen wie man Hunden begegnet.

Insbesondere herrenlose Hunde können eine Gefahr darstellen, wenn sie aggressiv werden. "Nicht immer ist idealerweise eine Mauer oder ein Baum in der Nähe, auf den man flüchten kann. Um diese Situation ohne Unfall zu meistern, sollte man bestimmte Verhaltensweisen einhalten", erklärt der Hundetrainer in diesem Zusammenhang den aufmerksamen Schülern. "Wenn man stehen bleibt", so Schieke, "ist man für den Hund schnell uninteressant. Nur was sich bewegt erregt seinen Jagdinstinkt und er wird mitunter aggressiv, denn Hunde kommunizieren vor allem über die Körpersprache. Wichtig ist aber immer, sich in Sicherheit zu bringen und einen Erwachsenen zu informieren".

Detailliert geht Schiecke aber auch auf die verschiedenen Erlebnisse der Schüler mit Hunden ein. Diese erzählten neben schönen Situationen auch wie Hunde geschlagen und getreten wurden. Mathias Schiecke wertete aus und erklärte, wie man sich verhält auch wenn ein Herrchen dabei ist. Die Schüler sollten verstehen, wie und warum Hunde auf die eine oder andere Weise reagieren und durften bestimmte Verhaltensweisen an den Hunden ausprobieren. So zum Beispiel das Zugehen. Damit Hunde nicht schreckhaft und aggressiv reagieren, sollten sich die Schüler seitlich nähern und ruhig mit ihm sprechen. Wie sich der Hund in der jeweiligen Situation fühlt, kann gut in dessen Körpersprache abgelesen werden - Schwanzwedeln ist beispielsweise eine positive Reaktion.

Zum Abschluss durften die Schüler die Tiere auch noch einmal streicheln. Insgesamt gesehen ist die Aufklärungsarbeit von der Agility Trickdogs Hundeschule aus Großneuhausen ein wichtiger Grundstein, damit Hunde und Kinder Freunde bleiben können.
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