Zeitreise ins Jahr 1813 "Biwak in Willerstedt noch bis zum 2.8.2015"

Willerstedt: Dorfplatz |

Zu Besuch im Biwak in Willerstedt


Die Lützower – ein im Frühjahr 1813 gegründete Freikorps – kam auf ihrer „wilden verwegenen Jagd“ nach Frieden, Freiheit und einem einheitlichen Vaterland auch in unserer Gegend.

In der Absicht einen Überfall auf Weimar zu machen, um die napoleonischen Truppen wegen ihres schändlichen Treibens aus der Stadt zu jagen, ging es am 1.6.1813 über Allstedt nach Wiehe. Von Allstedt entsendete Lützow die Offiziere von Reich und Theodor Körner nach Wendelstein, wo sie die dienstbrauchbaren Pferde des sächsischen Gestüts entführten.

Am 2. Juni 1813 wurde über Rastenberg und Buttstädt gegen Mittag Buttelstedt erreicht. Dort erfuhren sie, dass in Weimar und Umgebung starke feindliche Kräfte lagen. Unter diesen Umständen wurde die Absicht aufgegeben, auf Weimar zu marschieren. Gleichzeitig wurden Maßnahmen für die eigene Sicherheit vor diesen feindlichen Kräften getroffen. Lützow ließ eine starke Abteilung auf den Höhen des Ettersberges und deren Ausläufer auf Erfurt zu marschieren, die den Feind verleiten sollte, in dieser Richtung zu verfolgen. Er selbst wendete sich „mit der übrigen Kavallerie den Wäldern des Eckartsberges zu und wartete dort die Dunkelheit ab“ . Nachdem sich beide Gruppen wieder vereint hatten, sind sie auf der Kupferstraße an Willerstedt vorbei nach Oßmannstedt, wo sie in der Nacht die Ilm überquerten.
In Buttstädt hatte Lützows Kavallerie vermutlich eine kurze Rast eingelegt, denn nach Karl Mack unterrichtete Friedrich Schröder am 2. Juni in der Lateinschule, „als sein ehemaliger Kommilitone und Freund Weber ihn in seinem Unterricht aufsuchte, um ihn für den Befreiungskampf gegen Napoleon in den Reihen der Lützower Jäger zu gewinnen. Schröter schloss sich spontan an. Seine Teilnahme an den Kämpfen brachte ihm mancherlei Missgeschick. Es gelang ihm, aus der Gefangenschaft zu entfliehen. Später beendete er sein Studium und wurde 1818 der erste Direktor des neu eingerichteten Eisenacher Lehrerseminars“.

Es war wieder ein tolles Ereignis und eine Freude wieder alte Bekannte zu treffen, ebenfalls waren unsere Partner die Königl. Sächsische berittene Gardeartillerie 1810 IG aus Langenroda vertreten.

Ein Besuch lohnt sich, es ist noch bis zum 2. August zu Besichtigen!
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