ADHAS - eine Krankheit???

ADHS- ein Krankheit?

Erst heute las ich in einer Tageszeitung einen Artikel über ADHS Krankheit, Diagnose, und wissenschaftliche Vermutungen. Dabei empfand ich den Artikel gut geschrieben, auch die Erscheinungen und Reaktionen der betroffenen sind plausibel beschrieben. Jedoch ist meine Empfindung, das man nach wie vor versucht , diese “Krankheit” in typisches “Schubkastendenken” zu stecken. Es ist auch keine Modekrankheit, oder gar eine Neuerscheinung, das belegen historische Erzählungen und Geschichten. Es ist unbestritten, das andere Verhaltensweisen als “normal” mehr oder weniger auftreten. Auch die Behandlung von Medikamenten ist umstritten. Doch wir stellen uns dabei die Frage - “Was ist normal??? - Du? -Ich? Wir? - wer legt das fest? Sicher gibt es Verhaltensnormen, die den Umgang in der Gesellschaft und ein Zusammenleben erst ermöglichen .
Jedoch unabhängig von Regeln und Normen empfinden so manche Zeitgenossen keine Toleranz gegenüber “Verhaltensauffälligkeiten.” Dabei geht es gar nicht darum ob dieses “andere Verhalten” zu Schaden gegenüber anderer Personen führt, sondern manchmal einfach nur darum, das die betroffenen anders auf Situationen reagieren, als man gewohnt ist.
Es ist für alle Beteiligten kein einfacher Umgang, wenn man nicht versucht die betreffende Person zu verstehen.
Es ist auch wichtig, dies nicht einfach als Krankheit oder gar Fehlentwicklung einzustufen. Auch deshalb , weil es gerade bei solcher Erscheinung keine Regel gibt. Es ist eben nicht, wie bei einer Erkältung, das die Nase läuft und man ein Husten hat. Es sind -nur- andere Verhaltensweisen auf Reize in der Umwelt und die Reaktion darauf.
Dabei sind Medikamente hilfreich , um eine unbewußte Reaktion zu minimieren und konzentriert zu handeln, aber auch um durch bessere Konzentrationsfähigkeit erst eine bestimmte Lernfähigkeit in manchen Bereichen zu erreichen. Dabei ist es eigentlich sehr , sehr wichtig eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Arzt, ein wirkliches Verständnis, und tolerantes Beobachten des Kindes ist absolut notwendig. Das bedarf sicher höhere Aufmerksamkeit für das Kind, auch gewisse Toleranz aber auch energisches Auftreten bei grenzwertiges Verhalten . Aber ganz wichtig aus unserer Erfahrung können wir sagen, das gerade die Stärkung des Selbstwertgefühls sehr wichtig ist. Selbst bei einen robusten und selbstsicheren Auftreten des Kindes, ist es oft eher eigene Unsicherheit auf die das Kind reagiert hat. Die eigene Neugier und Interesse des Kindes wecken, viele Möglichkeiten ausprobieren und auch technische und logische Zusammenhänge selbst herausfinden lassen, - das bringt unserer Erfahrung nach ein Entwicklungsschub. Dabei ist es eher hinderlich zeitlich Normen aufzustellen in der dann etwas erreicht werden muß. Man sollte sich dabei davon verabschieden, das man sagt du mußt bis morgen früh … (z.B. das Gedicht gelernt haben). Hier sollte miteinander im zeitlich größeren Rahmen darauf eingegangen werden. So z.B. durch vorlesen- Leseübung- und inhaltliche Diskussion den Sinn und das Interesse zu diesen Thema zu wecken,- dann kann das Kind auch selbst den Erfolg spüren und wird auch diese Aufgabe meistern. So lässt sich das auf viele Dinge übertragen, auch wenn es zu manchen Augenblick schwerfällt.
Wie eingangs schon beschrieben, sind nicht alle Erscheinungen und Möglichkeiten Betroffener gleich, es gibt auch unterschiedliche Fassetten und Zusammenhänge andere Auswirkungen auf den Entwicklungsstand des Kindes, die wiederum nicht genau vorhersagbar sind. Wir sollten einfach daran denken, das ein Mensch keine “Katalogware” ist,- in kein Schubfach verschiedener Kriterien passt, - sondern einfach die Natur ist. Die besondere Gemeinschaft , Hilfe und Verständnis ist doch was sehr menschliches…- oder???
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7 Kommentare
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Antje Hellmann aus Jena | 04.07.2012 | 13:40  
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Claudia Kühn aus Erfurt | 07.08.2012 | 09:54  
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Jürgen Reinhardt aus Sömmerda | 24.04.2014 | 19:34  
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Antje Hellmann aus Jena | 24.04.2014 | 22:17  
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Jürgen Reinhardt aus Sömmerda | 24.04.2014 | 22:31  
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Jürgen Hildebrandt aus Sömmerda | 28.04.2014 | 21:34  
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Antje Hellmann aus Jena | 29.04.2014 | 20:22  
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