Buttstädter Kochpiraten auf Siegkurs

Die siegreichen Schülerköche aus Buttstädt: Antonia Voigt, Maximilian Rötting, Anna Bennewitz und Dave Schwenger. Lehrerin Gabriele Näther betreut die Nachwuchsköche, als Co-Trainerin agiert Anke Saalfelder (r.). (Foto: teamWERK)
 
(Foto: teamWERK)
Ein Drei-Gänge-Menü für vier Personen auf den Tisch bringen und beim Einkauf der Zutaten höchstens 18 Euro ausgeben? Da kommt selbst die erfahrenste Hausfrau ins Schwitzen... Doch kochlöffelschwingende Piraten haben damit kein Problem. Jedenfalls nicht, wenn sie im normalen Leben die 9. beziehungsweise 8. Klasse der Staatlichen Regelschule „Prof. Gräfe“ in Buttstädt besuchen und sich in der Arbeitsgemeinschaft Kochen genau dieser Aufgabe stellen. Schließlich wollen sie beim Erdgaspokal der Schülerköche möglichst weit vorn landen.

Lehrerin und Team-Betreuerin Gabriele Näther verrät, dass ihre fleißigen Schülerköche schon fast ein Jahr lang am Werk sind. „Die Aufgabe für den Wettbewerb kannten wir ja, also haben wir erst einmal alles Mögliche ausprobiert“, erinnert sie sich an den Beginn der Vorbereitungen. Zu viert bilden die Schüler ein Team: Antonia Voigt, Maximilian Rötting und Anna Bennewitz sind für den kulinarischen Teil zuständig, Dave Schwenger kümmert sich um die Tischgestaltung und unterstützt seine Kochkollegen. Lehrerin Anke Salfelder fungiert zusätzlich als Co-Trainerin.

Am Ende des vergangenen Schuljahres hatten sich alle auf ihr Menü geeinigt. „Piraten des Mittelmeers erbeuten kulinarische Schätze“, haben sie ihre Kreation genannt. Mit dem „Feurigen Kanonenfutter“ (unter anderem sind das marinierte Orienttomaten mit Rosmarin, mit Kräuterkäse gefüllte Paprikaschiffchen und mehr), „Käpt‘n Gasimirs fetter Beute“ (mit Aprikosen gefüllte Kalbsröllchen mit Dijon-Estragonsauce) und dem „Schatz des Sultans“ (Mini-Orangencrépes mit Dattelquark) ließen die Buttstädter in der Vorrunde alle hinter sich.

Nun also stand die nächste große Herausforderung auf dem Plan: Das Regionalfinale. „In den letzten zwanzig Wochen haben wir noch einmal ganz intensiv trainiert“, erzählt Gabriele Näther. Besitzen die Crépes die richtige Konsistenz? Sind die Kalbsröllchen auch nicht zu gehaltvoll? Feinarbeiten für die Koch-Piraten. Zur Verkostung holten sie sich jedes Mal Unterstützung von den „Landratten“: Freunde und Eltern, Lehrer, Nachbarn und sogar der Schulleiter kosteten und begutachteten. Manöverkritik muss sein. „Dadurch haben wir unsere Sinne und Zungen weiter geschärft“, sinniert die Betreuerin und strahlt mit ihren Schützlingen um die Wette. Schließlich ist der Plan aufgegangen: Die Buttstädter Piraten enterten das Regionalfinalschiff und entschieden das Gefecht für sich.

Zeit zum Ausruhen bleibt nicht, am 19. April tritt das Quartett erneut an den Herd. Dann kochen sie im Landesfinale gegen die Sieger der Kochregionen Gera und Suhl. Bis zur nächsten großen Bewährungsprobe treffen sich Antonia, Maximilian, Ann und Dave noch einmal mit ihren Betreuern. Denn selbst der regionale Sieg ist für sie kein Grund, die Kochhände in die Schürzentasche zu stecken. Zufrieden sieht Gabriele Näther den Küchenkünstlern zu. „Ich bin überzeugt, dass unsere Schüler gut sind“, startet sie mit ihnen zuversichtlich in die kommende große Herausforderung. „Eigentlich ist das Schöne ja die Sache an sich, das Rezept eher zweitrangig. Hier sind junge Menschen, die als eine Gemeinschaft etwas schaffen, erfolgreich sind.“, überlegt die Lehrerin laut. Und fügt hinzu: „Das ist eine Wohltat!“.
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Heidrun Fischer aus Nordhausen | 12.04.2012 | 14:33  
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