Mit Herz und Verstand

Fasching steht ins Haus und da soll´s möglichst bunt und fröhlich zugehen. Clowns, Schleifen, Hüte und Girlanden – alles selbst gemacht.
 
Kremserfahrt zum Familienfest.
KÖLLEDA. Mit einer gehörigen Portion Feingefühl, Organisationtalent und Kreativität verrichtet Beate Gerhard ihre täglichen Aufgaben im Seniorenclub des DRK „Hortensia“ in Kölleda.
Ihre Arbeit im Club ist für sie jedoch nicht nur ein Job, der Club – das ist ihr Leben …

Die Senioren lächeln verschmitzt, wenn der gelernten Gärtnerin - aufgrund eines Kompliments für das gelungene Ambiente oder einen besonders unterhaltsamen Nachmittag etwas Wangenröte ins Gesicht schießt. „Das habe ich gern gemacht“, gibt sie mit einem selbstverständlichen Lächeln zur Antwort und ist glücklich, wenn ihre Gäste die Räume mit herzhaftem Gelächter sowie guten Gesprächen füllen und zu guter Letzt zufrieden nach Hause gehen. „Wenn die Gäste glücklich sind, dann bin ich es auch“, spricht sie und wenn man den Senioren Glauben schenkt, so trifft die Aussage: „Wer Blumen liebt, der liebt auch Menschen“, bei ihr voll ins Schwarze.
Bei den von ihr organisierten Aktions - Nachmittagen, achtet sie auf Abwechslung und ist besonders sensibilisiert, was die Wünsche und Vorlieben der Senioren anbelangt. „Die Donnerstage haben sich als feste Veranstaltungstage etabliert und natürlich sind zu diesen Anlässen auch jüngere Gäste willkommen. So manches Fest und der ein oder andere Vortrag locken auch schon mal neue Gesichter in den Club, das ist gut so und freut uns alle.“

Nun steht Fasching ins Haus und da soll´s möglichst bunt und fröhlich zugehen. Clowns, Schleifen, Hüte und Girlanden – alles selbst gemacht. Die Ideen dazu kommen ihr am Abend, wenn es ruhig wird. Aber auch Bastelbücher und das Internet benennt sie als gute Ratgeber, wobei es ihr egal ist, ob es sich dabei um knifflige Bastelarbeiten handelt oder nicht und der Aufwand mehr Zeit abverlangt als die, die ihr zur Verfügung steht.
„Wohlbefinden fängt schon bei der Deko an und im Notfall bleibe ich mal etwas länger oder nehme mir etwas Bastelarbeit mit nach Hause. Es ist ja nun auch nicht so, dass es mir keinen Spaß machen würde – ich lebe für den Club“, spricht sie weiter.

Im Oktober 2008 hatte Beate Gerhard erstmals in Form einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme Kontakt mit dem Seniorenclub und versprühte – laut den Senioren – schon vom ersten Tag Wohlfühlatmosphäre. Das Jahr war schnell vorbei und weil es ihr so gut gefiel, kam sie fortan regelmäßig - auf ehrenamtlicher Basis.
„Die Arbeit im Club bereicherte meinen Tag, so dass ich mich auch riesig über den ein Euro Job im Seniorentreff freute, den ich von Februar 2010 bis Juli 2010 hatte.“
Im Anschluss daran hielt sie dem Club weiterhin als ehrenamtliche Helferin die Treue.
Als die damalige Leiterin im Jahre 2011 vorzeitig aufhörte, wusste zunächst niemand wie es im Club weitergehen sollte.
Wer sollte sich jetzt um die Belange der Senioren kümmern?
Glücklicherweise war Beate Gerhard zur Stelle und führte den Seniorenclub zunächst im Ehrenamt weiter. Andernfalls hätte der Treffpunkt auf unbestimmte Zeit schließen müssen und das wäre für die zahlreichen Stammgäste - und all jene die dort ihr tägliches Mittagessen zu sich nehmen – fatal gewesen. Dass Einsatz belohnt wird, zeigte sich einige Monate später mit der Einstellung Beate Gerhards. „Ich habe noch so viele Ideen, die ich gern mit den Senioren gemeinsam umsetzen möchte“, verrät sie. Im April läuft ihr Vertrag schon wieder aus und auf die Frage, was sie sich für die Zukunft wünschen würde, antwortet sie bescheiden: „Ich wünsche mir, dass der Seniorenclub weiterhin bestehen bleibt“, und spricht den Senioren damit aus der Seele.
Thomas Haupt, Vorstandsvorsitzender des DRK Sömmerda versicherte:“ Wir sind mit der Arbeit von Frau Gerhard sehr zufrieden und werden auch alles daran setzen, dass es mit ihrer Arbeit weitergehen kann.“
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3 Kommentare
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Annett Deistung (HarzWusel) aus Nordhausen | 15.02.2012 | 08:32  
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Birgit Baier aus Gotha | 15.02.2012 | 12:39  
12.762
Renate Jung aus Erfurt | 15.02.2012 | 21:39  
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