Ohne Rausch geht´s auch

Von unten: Vanessa Kuntze (14), Tanja Müller (15) und Lisa-Marie Sprung (14) aus Roßleben werden an der „Null-Promillo-Show“ teilnehmen. Begriffe mit der „schlechten Hand“ zu zeichnen, pantomimisch Begriffe zu erklären und mit einem halben Apfel im Mund Bergiffe zu umschreiben – das wird zu ihren Aufgaben in der Show gehören.
Thüringer Sportjugend tourt mit „Null-Promillo-Show“ durch den Kyffhäuserkreis.

"Erfahrungen mit Alkohol sind unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen weit verbreitet. Untersuchungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zeigen, dass etwa 75 Prozent der Zwölf- bis 17-Jährigen in den letzten zwölf Monaten Bier, Wein, Spirituosen oder alkoholische Mixgetränke getrunken haben", weiß Michael Koch, Projektleiter der "Null-Promillo- Show" der Thüringer Sportjugend, die am 20. Oktober ihre Tour durch den Kyffhäuserkreis startet.

Die "Null-Promillo-Show" für Jugendliche und junge Erwachsene ist eine interaktive Spielshow ohne Folien und Flyer, mit der ein hartes Thema auf lockere Art und Weise vermittelt wird. Dabei treten mehrere Teams gegeneinander antreten. Ziel ist es, einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol für sich zu erlernen, denn die meisten Jugendlichen trinken mit 14 Jahren erstmals Alkohol. Unter anderem müssen Wissens- und Schätzfragen zur Alltagsdroge Alkohol und Folgen übermäßigen Genusses richtig beantwortet werden. Wer weiß beispielsweise wie lange die Leber braucht um ein Glas Bier abzubauen?

Für jede richtige Antwort werden Punkte vergeben - das Team mit den meisten Punkten gewinnt. Dabei ist es von Vorteil, bereits Wissen zum Thema zu haben, aber auch Kreativität kann weiterhelfen, denn es müssen unter anderem auch Begriffe pantomimisch dargestellt werden. Die Show wird begleitet von einem Kurzvortrag, einem "Rauschbrillen-Parcours" und wird mit dem Mixen alkoholfreier Cocktails abgerundet. Eindeutig werden hier Spaß und Bildung verknüpft.

Die Kosten des Projekts werden vom Jugendamt im Rahmen der Jugendschutz - Suchtprävention übernommen. Die Kinder- und Jugendschutzbeauftragte im Kyffhäuserkreis, Katharina Töppe war vom Konzept begeistert: "Eine Kollegin aus Weimar hat es mir empfohlen. Die Show ist padagogisch gut aufbereitet und da habe ich sie in den Kyffhäuserkreis geholt." Im Frühjahr 2011 startete die Thüringer Sportjugend in Kooperation mit dem Kreisjugendamt einen Aufruf an alle Jugendclubs des Kreises, sich für die "Null- Promillo-Show" zu bewerben. Fünf Jugendclubs werden jetzt ab 20. Oktober gegeneinander antreten.

Michael König und seine Kollegin Annegret Busch haben die Idee der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die das Thema Suchtprävention schon im Rahmen ihrer "Gut drauf" Schulungen behandelte, 2007 aufgegriffen und weiterentwickelt. Seit 2008 hat die Thüriner Sportjugend über 80 Veranstaltungen durchgeführt, meist mit Jugendclubs, Schulen, aber auch mit Sportvereinen, so vor kurzem mit dem VfB Oldisleben.

Auch 2012 wird die "Null-Promillo-Show" angeboten werden. Jeanette Schilling, Referentin Jugendbildung der Thüringer Sportjugend, informiert, dass die Show für 2012 wieder für den Jugendförderplan neu ausgeschrieben ist und somit fortgeführt wird.



Im Blick
• Ziel: Spielerisches Lernen zum Thema Alkohol
• Gruppengröße bis etwa zwölf Personen
• Alter: Jugendliche von 14 bis 18 Jahren
• Beschreibung: Es treten mehrere Teams gegeneinander an, mit dem Ziel möglichst viele Punkte mit ihrem Wissen über Alkohol zu erlangen. Es gibt verschiedene Aufgabenstellungen.
• Aufgaben: 1. Wissensfragen rund um das Thema Alkohol beantworten; 2. Schätzfragen beantworten; 3. Begriffe pantomimisch dargestellen; 4. Begriffe mit der "schlechten Hand" zeichnen; 5. Eine Person muss mit einem halben Apfel im Mund einen Begriff umschreiben.
• Termine im Kyffhäuserkreis: 20. Oktober Domizil/ East Side in Bad Frankenhausen; 27. Oktober Mehrgenerationenhaus in Roßleben; 1. November im Just Sondershausen; 3. November im Juventas Sondershausen; 9. November im HOC des Stadtjugendrings Sondershausen e.V.
Wer Interesse an der "Null-Promillo-Show" hat, kann sich in den jeweiligen Jugendeinrichtungen melden.
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1 Kommentar
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Hannelore Grünler aus Artern | 25.10.2011 | 06:37  
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