Sömmerda ließ sich typisieren

Wann? 27.08.2011 10:00 Uhr bis 27.08.2011 16:00 Uhr

Wo? Werk ohne Namen, Rheinmetallstraße, 99610 Sömmerda DE
bei der Typisierung
Sömmerda: Werk ohne Namen | Viele Freiwillige gaben nicht nur ihr Blut.

Am Samstag, den 27.08.2011, öffnete das „Werk ohne Namen“ schon um 10 Uhr seine Pforten. Anlass war der Aufruf von Veit Neblung, Bäcker-und Konditormeister aus Sömmerda, mit Unterstützung seiner Ärztin Dr. Carsta Kleimenhagen aus Greußen zur Blut-Typisierung für die DKMS Deutsche Knochenmarkspendedatei. Der 41-Jährige kämpft seit drei Jahren gegen das Non-Hodgkin-Lymphom, eine Erkrankung des Lymphsystems. Mit der Erweiterung der Datei soll für Patienten wie ihn und Marco Denst aus Straußfurt ein passender Spender für eine dringend notwendige Stammzellentherapie gefunden werden. Der Aufruf zeigte Wirkung. Schon kurz nach 10 Uhr reichte die Schlange vor dem „Werk ohne Namen“ fast bis an die Straße. Insgesamt ließen sich ungefähr 2700 Leute typisieren. Bei der Einweisung aller Mitwirkenden, zeigte sich, dass hier nicht nur Mediziner am Werk waren. Einer von den freiwilligen Helfern war Thomas Stutzbach, zuständig für die Datenerfassung. Sein Sohn wird im Shotokan Karate Dojo Sömmerda von Veit Neblung trainiert. Für ihn sei es daher selbstverständlich neben seiner Freizeit auch sein Blut und etwas Geld zu spenden. Nach der Datenfassung wurden die Spender der Station zur Blutentnahme zugewiesen, was neben Ärzten auch von Profis, wie Annett Schwarz, Anästhesie-Schwester im Krankenhaus Sömmerda übernommen wurde. Auch Mitarbeiter des Allgemeinen Anzeigers zeigten Mut vor der Nadel. Die Endkontrolle der Spenden führten Mitarbeiter des ASB, unter ihnen auch Franziska Günther, durch. Damit die Spender wieder zu Kräften kamen, erhielt jeder einen Gutschein für ein Stück Kuchen, so auch Marie Stengl. Sie habe über einen Kollegen von Veit erfahren. „Normalerweise ist sie gegenüber Nadeln sehr empfindlich, aber bei solch einer Aktion war auch sie sehr tapfer“. Zwar gab es für die Typisierung aus medizinischen Gründen eine Altersbegrenzung, jedoch konnte man die DKMS auch mit Geld unterstützen, dem sich auch Wolfgang Flögel, Bürgermeister Sömmerdas, anschloss. Das sei auch viel wert, besonders wenn man bedenkt, dass eine einzelne Typisierung 50€ kostet. Falk Jacob, der zusammen mit Martin Knopf die Organisation des Tages übernahm, hat sich sehr über die Unterstützung aller Unternehmen gefreut, wie die Firma Jochmann, die Bäckereien Bergmann und Lindner, sowie die Konditorei Tannenhof in Ottenhausen, in der Veit Neblung selbst als Bäcker-und Konditoreimeister arbeitete. Der Mitorganisator Falk Jacob war zwar von Anfang an vom Erfolg der Aktion überzeugt, kann aber außer einem großen „Dankeschön“ für die Motivation der Sömmerdaer nur schwer Worte finden.
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