THEPRA Kita „Sonnenland“ im Bundesprogramm zur Sprachförderung

Die Sprachwerkstatt ist bei den Kindern beliebt.
 
Marion Hoffmann arbeitet gern mit Fingerpuppen.
Kindelbrück: THEPRA Kita "Sonnenland" | Sprache und Bildung für die Jüngsten

KINDELBRÜCK. Eine gute Beherrschung der Sprache ist Voraussetzung für Bildung. Und nicht nur das. Im Alltag muss sich jeder möglichst klar und eindeutig ausdrücken, damit er bekommt, was er möchte. Das gilt erst recht für Kinder. Kinder mit einem besonderen Sprachförderbedarf durch eine alltagsintegrierte Förderung zu unterstützen, ist das Ziel eines zweijährigen Förderprogramms durch das Bundesfamilienministerium.
Die THEPRA Kindereinrichtung „Sonnenland“ in Kindelbrück ist seit April dieses Jahres am Bundesprogramm Offensive Frühe Chancen: „Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration“ beteiligt. Die 35 Kinder zwischen einem und drei Jahren sind die Zielgruppe der zusätzlichen Sprachförderung. Einbezogen sind allerdings alle 90 Kinder der Einrichtung, betont Leiterin Renate Brandt. Und: „Die Sprachförderung gehört auch vorher schon zu den konzeptionellen Schwerpunkten unserer pädagogischen Arbeit. Das Förderprogramm bestärkt uns und gibt uns die Möglichkeit langfristig und zielgerichtet zu arbeiten.“ Konkret ist damit der zusätzliche Einsatz von Erzieherin Marion Hoffman mit 20 Wochenstunden gemeint, die dafür eine 70-stündige Weiterbildung absolviert hat. Sprachförderbedarf frühzeitig zu erkennen und in der Folge möglichst allen Kindern faire Bildungschancen zu geben, Spaß an der Sprache zu finden und natürlich Erfolgserlebnisse vermitteln, sind eine Aufgabe, der sich Marion Hoffmann mit Begeisterung verschrieben hat.
Entwicklungsstand und Fortschritte jedes Kindes werden dokumentiert, sowohl schriftlich als auch durch Fotos und Videoaufnahmen. Besonderheiten, Auffälligkeiten, aber vor allem Fortschritte werden festgehalten. Hoffmann arbeitet in den Gruppen, geht aber auch mit kleinen Gruppen in die neu eingerichtete Sprachwerkstatt. Hier können die Kinder weiterentwickeln, was in der Gruppe aufgenommen wurde. Vielfältiges Material zur Sprachförderung wird nicht nur genutzt, sondern auch selbst hergestellt. Die Kinder sollen vor allem Spaß an der Sprache haben. Dass das funktioniert, zeigt das große Interesse der Kinder. Alle wollen mit in die Sprachwerkstatt. Sprechen und zuhören, malen, basteln, musizieren, alle Bildungsbereiche werden hier berührt.
In die Weiterbildung zur Sprachförderung ist das gesamte Erzieherteam einbezogen, auch damit die besondere Sprachförderung in der Einrichtung nach Ende des Programms fortgesetzt werden kann. In der praktischen Umsetzung führt das im Kindergartenalltag dazu, dass die Erzieherinnen mehr sprechen als bisher, ihre eigenen Tätigkeiten und die der Kinder sprachlich beschreiben. Auch eigentlich Selbstverständliches wird sprechend nachvollzogen.
Damit das neu Gelernte auch im Familienalltag erkannt und genutzt wird, sind die Eltern umfassend informiert worden. Neben der positiven Einstellung zum Förderprogramm soll demnächst in einem Elterncafé darüber informiert werden, was die Familien zur Sprachförderung beitragen können. Die Eltern können Einsicht nehmen in die Portfolios ihrer Kinder und werden darüber hinaus an einer Informationstafel auf dem laufenden gehalten.
Mit im Boot der Sprachförderung ist auch die Lese-Oma der Stadtbibliothek Ingrid Hense, eine ehemalige Erzieherin sowie die THEPRA Logopädie Praxis, die bei Verdacht auf Sprech-, Sprach-, Stimm- oder Schluckstörungen beratend hilft.
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